Interessante Literaturempfehlungen

Frau in BibliothekFachbücher gibt es viele – doch welche davon sind tatsächlich nützlich? Die folgenden Empfehlungen unterstützen Sie während Ihres Studiums allgemein sowie im Praktischen Jahr, bei den Vorbereitungen auf das dritte Examen und beim Start ins Berufsleben.

Ältere Patienten in der Apotheke
Die Autorinnen K. Ossig/A. Schmitt verwenden Beispiele aus ihrer eigenen Berufserfahrung mit älteren Patienten. Erklärungen wichtiger Begriffe wie älter, alt, geriatrisch, Multimorbidität und die Beschreibung physiologischer Veränderungen mit Einfluss auf den Arzneistoffmetabolismus, wie pharmakokinetische Unterschiede bei nachlassender Nierenleistung, dienen dem Einstieg. Den zentralen Teil des Buches bilden 18 typische Erkrankungen und deren medikamentöse Therapie mit allgemeinen und altersspezifischen Hinweisen. Da nicht alle Darreichungsformen von Senioren einfach zu handhaben sind, sondern mit der Anwendung von Insulinpens oder transdermalen Pflastern Schwierigkeiten verbunden sein können, werden Lösungen angeboten, um die Compliance zu fördern. Weitere Schwerpunkte: Ernährung, eine an das Alter angepasste Körperpflege; auf Kommunikation, Inkontinenz, Impfungen und das Sterben wird ebenfalls eingegangen. Die in jedem Kap. hervorgehobenen Tipps, aber auch Tabellen und Abbildungen, sowie 2 exemplarische Beispiele aus der Praxis unterstützen. Abschließend gestalten die Autorinnen in ihrem ausführlichen und übersichtlichen Ratgeber eine in Produkten und Dienstleistungen seniorengerechte Apotheke, in der man sich der intensivierten Betreuung dieser Patienten widmen kann. Das Buch hat mir für meine praktische Ausbildung auf jeden Fall weitergeholfen, und ich denke es bestimmt noch häufiger verwenden zu können.
Akute Vergiftungen und Arzneimittelüberdosierungen
V.a. für Ärzte ist das Werk gedacht, die mit den beschriebenen Notfällen konfrontiert werden. Deshalb ist es insbesondere wichtig, dieses in der 10. Auflage verfügbare Standardwerk in einer Krankenhausapotheke griffbereit zu haben. Im allgemeinen Teil besprechen die Autoren die Differentialdiagnose und die Leitsymptome von Vergiftungen. sowie die Therapie akuter Vergiftungen im allgemeinen. Im Interesse des schnellen Auffindens werden toxikologisch, teilweise auch klinisch zusammenhängende Fremdstoffe im speziellen Teil alphabetisch aufgelistet, jeweils mit ausführlichen Literaturangaben. Hier finden sich Angaben zu 70 000 Stoffen, ein Sachregister bietet 13 500 Stichwörter - eine unglaubliche Fülle an Informationen! Vom ACE-Hemmer bis zu Zytostatika ist alles dabei. Haushaltspflegemittel wie Fußbodenreiniger oder Haarshampoos, Schmiermittel, Schnüffelstoffe, aber auch Dopingpräparate zeigen die Breite der Recherchen, die diesem Werk zugrunde liegen. Auch die Therapie möglicher Arzneimittelüberdosierungen wird erwähnt. Zum Beispiel werden Retardpräparate als Auslöser besonders schwieriger Vergiftungen aufgeführt. Für Fachapotheker in Klinischer Pharmazie lohnt es sich in jedem Falle, sich mit dem Inhalt des vielfältigen Nachschlagewerkes zu beschäftigen. Auch in der öffentlichen Apotheke als Anlaufstelle des Vertrauens für Patienten ist der Titel nicht fehl am Platze, wenngleich in Notfällen immer auch an einen Arzt weiterverwiesen werden sollte.
Alzheimer Demenz
Wovon lebt die Apotheke in Zukunft am meisten - von den Alten: den jungen Alten (die die Vorsorge plötzlich entdecken), den mittleren Alten (die mindestens drei Medikamente schlucken) und den Hochbetagten, die leider oft Anzeichen von Alzheimer- oder Altersdemenzerkrankungen besitzen. Ob der Apotheker direkt Veränderungen bei einem (Stamm-) Kunden bemerkt oder ob er die Verzweiflung, Ratlosigkeit, Erschöpfung pflegender Angehöriger beobachtet - über eine solche Erkrankung sollte jeder mehr wissen, als er im Pharmaziestudium gehört hat. Gerade als junger Apotheker verfügt man selten über die nötigen Einblicke in die Probleme des letzten Lebensdrittels. Das Buch "Alzheimer-Demenz" bietet eine sehr gute Grundlage, sich umfassend zu diesem Thema zu informieren. Besonders Kapitel acht und neun sind dem in der Offizin tätigen Apotheker oder Praktikanten ans Herz zu legen. Die Wirkungsweise der verschiedenen Medikamente wird hervorragend erklärt. Tabellen erleichtern die Bewertung der Substanzen. Unterstrichen wird, daß das Ziel derzeit nur in der Verbesserung der Lebensqualität, nicht aber in der Heilung liegen kann. Vielleicht steigt nach der Lektüre des Buches auch die Bereitschaft, sich als Pharmazieexperte Selbsthilfegruppen zum Thema Demenz/Alzheimer zur Verfügung zu stellen. Und die Sensibilität für dieses Thema wächst - in drei, vier Jahrzehnten gehören die heutigen Berufseinsteiger selbst zu den "Alten"...
Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
Endlich ist die sechste Auflage dieses Lehrbuchklassikers erschienen. Begründet von Thews, weitergeführt von Mutschler, Vaupel und Schaible, enthält die im Mai 2007, herausgekommene Ausgabe Grundlagenwissen zu den Bereichen Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen. Diese sechste Ausgabe wurde im Vergleich zu 1999 völlig neu überarbeitet und ergänzt, die Wissensfülle grafisch und im Text zeitgemäß und ansprechend aufbereitet. Nicht nur das Cover ist wesentlich modernisiert. Fast sechshundert farbige Abbildungen und 140 schwarz-weiße Tabellen unterstützen den Lernprozess, wie auch das Resümee am Ende jeden Kapitels. Das hilfreiche Sachregister sollte ebenfalls Erwähnung finden. Beibehalten wurde die Zusammenschau der drei Bereiche Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie, was wesentlich zum Verständnis der abgehandelten Themen beiträgt und unter den Nachschlagewerken nahezu einzigartig ist. Der Titel ist u.a. für Pharmazeuten gedacht, findet aber auch bei Medizinern ob seiner Kompaktheit, ohne oberflächlich zu sein, und der vernetzten Sicht auf alle drei Bereiche großes Interesse. Kurzum, die neue Ausgabe ist eine Anschaffung fürs Leben und ideal fürs Pharmaziestudium; die 5. Ausgabe ist weniger gut aufbereitet und lässt natürlich die seitdem erschienenen Fachbeiträge außer Acht.
Anthroposophische Arzneimittel
Behandlungserfolge mit anthroposophischen Arzneimitteln und die rege Nachfrage durch Patienten halten angehende Apotheker an, sich mit Nicht-Schulmedizin auseinander zu setzen, auch, weil das im Studium nicht tiefer gehend behandelt wird. Barbara Burkhard hat in einer Artikelfolge, die nun in gebundener Form in der PZ-Schriftenreihe erschienen ist, versucht, sich wissenschaftlich-pharmazeutisch und doch relativ unvoreingenommen anthroposophischen Arzneimitteln zu nähern. Wertungsfrei stellt sie die theoretischen Aussagen Steiners und anderer zu den Inhaltsstoffen jener Arzneimittel gegeneinander. Sie arbeitet Widersprüchlichkeiten innerhalb der anthroposophischen Lehre heraus. Schon wegen des Quellenstudiums an den Originaltexten ist diese Zusammenstellung von Burkhard lesenswert. Ermöglicht sie doch Interessierten, aber nicht "Gläubigen", sich mit der Steinerschen Arzneilehre und dem Prozessgedanken bei der Gesundung zu beschäftigen, ohne das 350 Bände umfassende Lebenswerk des Gründervaters durchackern zu müssen. Burkhard beschreibt weiter Substanzen und Herstellungsverfahren detailliert, aber neutral und gibt damit dem Leser Gelegenheit einer eigenen Einschätzung. Am Ende jeden Abschnittes bewertet sie in der Regel ziemlich kritisch das Dargelegte. Nach der Lektüre des Abschnittes "Mistelpräparate" lassen sich nicht nur die verschiedenen kursierenden Ansichten dazu verstehen, sondern auch die Fragen der Patienten kompetenter beantworten.
Antibiotika am Krankenbett
Obwohl "Antibiotika am Krankenbett" von Franz Daschner sich in erster Linie an Ärzte richtet, kann er auch für Pharmaziepraktikanten von sehr großem Nutzen sein.

Vor allem Pharmazeuten in der Krankenhausapotheke, die sich - wie ich - sehr viel mit Antibiotika-Therapie beschäftigen, finden im Daschner den idealen Begleiter, um die Fülle an Wirkstoffen, Wirkmechanismen, Resistenzen und vielem weiteren auf übersichtliche, klar strukturierte und verständliche Art zu durchschauen. Mit Hilfe vieler Tabellen kann auf wichtige Informationen wie Dosierungen oder Keimspektren leicht zugegriffen werden, ein Vorteil nicht nur für Ärzte, sondern auch für mich als Praktikanten auf Stationen wie der HNO, die sehr viele Antibiotika einsetzen.

Selbst wenn man das schier endlos wirkende Feld der Antibiotika im Studium nicht in seiner ganzen Fülle verstanden hat, durch die Arbeit mit diesem Buch erkennt man in kurzer Zeit die wichtigsten Fakten, und falls man sie dann doch wieder vergessen haben sollte, so kann man mit "Antibiotika am Krankenbett" unmittelbar und sehr einfach wieder darauf zugreifen. Ein tolles Buch!
Antidepressiva
In der Reihe "Medizinisch-pharmakologisches Kompendium" liegt 18 Jahre nach der ersten Auflage ein Handbuch zu "Antidepressiva" vor, in der für die Reihe typischen hohen inhaltlichen Qualität vor, auf dem neuesten Stand des Wissens, v.a. in Bezug auf Pharmaka, phamarkokinetische Erkenntnisse und Studien zu Einsatz/Nebenwirkungen. Auch hier bieten die Autoren, Breyer-Pfaff, Gaertner und Baumann, Fakten aus der Medizin UND Pharmazie. Sie stellen zu Beginn die Klinik depressiver Erkrankungen detailliert vor. Es folgen chemische und pharmakologische Klassifizierung der Antidepressiva, von den trizyklischen über die serotoninaufnahmehemmenden, die MOA-Hemmer bis hin zu Johanniskraut und weiteren. Auswirkungen auf Organe wird ebenso nachgegangen wie den neurobiochemischen Wirkungen. Der Pharmakokinetik ist ein Kapitel gewidmet, einzelne Antidepressiva werden aus dieser Warte vorgestellt. Auf der Basis werden Therapieansätze bei Depressionen erörtert. Am Ende finden sich wesentliche Hinweise zur Toxizität, insbesondere während der Schwangerschaft. Das hervorragende Nachschlagewerk behandelt die Arzneimittelgruppe umfassend. Es enthält sehr spezielles Wissen, das Berufsanfänger nicht jeden Tag benötigen. Aber, je nachdem, in welchen Bereich es Pharmazeuten nach Studienende verschlägt oder welche Ärzte in Apothekennähe angesiedelt sind, ist es gut zu wissen, wo man sich übersichtlich und zugleich tiefgehend informieren kann.
Anwendungsbeobachtung in der Apotheke
Die Anwendungsbeobachtung in der Apotheke spielt in den letzten Jahren eine immer größere Rolle. Das lässt sich unter anderem durch die sich verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen bei gleichzeitig fehlenden Daten zur Sicherheit der Selbstmedikation erklären. Mit diesem Buch kann man sich mit dem Thema vertraut machen. Es stellt die gekürzte Form einer Dissertation dar, in der die Validität von Daten aus Anwendungsbeobachtungen in der Apotheke untersucht werden sollte. Weingärtners Überblick ist in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil werden ausführlich die Grundlagen zum Thema erläutert, also die gesetzlichen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen, sowie das Umfeld und die Methodik, die solchen Untersuchungen zugrunde liegt. Im anschließenden Teil wird anhand von sechs Beispielen aus der Praxis dargelegt, wie gewonnene Daten unter Berücksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen Untersuchungen analysiert und evaluiert werden können. Im dritten und letzten Teil werden die Ergebnisse der Einzelanalysen zusammen geführt und diskutiert, die Möglichkeiten und Grenzen apothekenbasierter Anwendungsbeobachtungen aufgezeigt, sowie der Stellenwert und die Bedeutung solcher Untersuchungen bewertet. Gerade für den Einsteiger bietet dieses Buch eine große Menge fundierter Informationen. Es weckt die Lust, sich weiter mit der Materie zu befassen und selbst einmal an der Durchführung von apothekenbasierten Anwendungsbeobachtungen mitzuwirken.
Arzneibuchanalytik
Das Buch von Peter Imming ist ein Werk zur Einführung in die Pharmazeutische Analytik. Begonnen wird mit einer Übersicht über die zur Verfügung stehenden Arzneibücher (Ph.Eur, DAB, USP etc.). Hierbei werden Aufbau und Unterschiede der Standardwerke erläutert. Nach dem eher theoretischen Anfang folgt ein spezieller Teil, der sich mit den Untersuchungsmethoden des Europäischen Arzneibuches beschäftigt. Untergliedert in Identitäts-, Gehalts-Bestimmungs-Methoden, Redoxtitration u.v.m, geht der Autor auf die einzelnen Bestimmungs-Methoden ein. Durch ein kurzes, praxisbezogenes Vorwort zum jeweiligen Kapitel werden dem Studierenden die chemischen Grundlagen zu den einzelnen Reaktionen anschaulich und gut erklärt. Beispiele untermauern das Dargelegte. Die speziellen Reaktions-Gleichungen sind sehr gut und übersichtlich präsentiert. Zum Blick über den Tellerrand geht Imming auf geschichtliche Hintergründe und Besonderheit der Methode ein. Jedem einzelnen Kapitel folgen Übungsaufgaben, um das neu erlangte Wissen zu festigen. Dem speziellen Teil folgt ein Anhang ausgewählter Monographien, die aufgearbeitet einen guten Bezug zur Praxis darstellen. Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel "Analytical Validation Parameters" (englisch) und einem englisch-deutschen/dt.-engl. Wörterbuch aus dem Bereich Qualitäts-Management. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dem Leser erfrischend Basiswissen vermittelt wird und dass das lebendige Lehrbuch sehr empfehlenswert und wohl konkurrenzlos ist.
Arzneidrogenprofile für die Kitteltasche
Das Büchlein von DAV ist fürs Dasein als Pharmaziepraktikant, aber auch später im Berufsleben recht praktisch, denn auf einen Blick finden sich darin alle relevanten Daten zu den 214 am häufigsten empfohlenen oder verordneten Arzneidrogen.

Mit Hilfe der Piktogramme entdeckt man wichtige Informationen sehr schnell - allerdings ist die Bedeutung der Piktogramme zum Teil nicht auf den ersten Blick zu erfassen. Wichtige Informationen für den Patienten, wie besondere Hinweise, Kontraindikationen oder unerwünschte Wirkungen, sind farbig hervor gehoben und dadurch sofort sichtbar.

Das Bändchen im handlichen Format verfügt am Ende auch über eine Zusammenstellung aller aufgeführten Drogen mit positiver oder negativer Bewertung durch die ehemalige Kommission E.

Alles in allem sind die Arzneidrogenprofile die Ausgabe von knapp 15 Euro wert.
Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit, WVG Verlag
Gut gefallen hat mir der Allgemeine Teil, da darin die Grundlagen zum besseren Verständnis der Entwicklung des Kindes im Mutterleib und der daraus resultierenden Gefahren bei der Einnahme von Arzneimitteln und der Exposition mit anderen exogenen Noxen gelegt werden. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und bewertet.
Für die Praxis im Apothekenalltag ist dagegen der Spezielle Teil von größerer Bedeutung, da hier konkret auf die einzelnen Wirkstoffe eingegangen wird. Gefallen hat mir hier die Einteilung in Indikationsgebiete und die kompakte Darstellung der bekannten Daten.
Wünschenswert fände ich darüber hinaus eine Farbcodierung der einzelnen Themengebiete, da dies das Finden der gesuchten Textstelle vereinfachen und beschleunigen würde. Dies ist vor allem im Beratungsgespräch mit dem Patienten sehr wichtig. Als Orientierung könnte hier zum Beispiel die Einteilung des Buches "Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie" von Aktories, Förstermann, Hofmann und Starke dienen (Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 9. Auflage, 2005).
Vor allem die tabellarische Auflistung der unbedenklichen Arzneistoffe auf den Seiten 42/43 sollte so platziert oder farblich hervorgehoben werden, dass sie mit einem Handgriff zu finden ist.
Lobend seien in diesem Zusammenhang noch die beiden beiliegenden Übersichtskarten "Arzneimittel während der Schwangerschaft" und "Arzneimittel während der Stillzeit" hervorgehoben.
Abschließend lässt sich sagen, dass ich das Buch im Allgemeinen für sehr interessant, informativ und praxisrelevant halte und es auch an Kollegen weiterempfehlen werde.
Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit, Hippokrates Verl.
Das 100 Seiten umfassende Kompendium "Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit" von Smollich/Jansen, erschienen im Hippokrates-Verlag erweist sich als sehr benutzerfreundliches, schnelles Nachschlagewerk sowohl für die Apotheke, als auch für den interessierten Laien. Es ist unterteilt in drei Sektionen, wobei sich die erste Hälfte des Buches alleine zehn unterschiedlichen Indikationen widmet. Angefangen bei Herz-Kreislauferkrankungen führt es über Nahrungsergänzungsmitteln hin zu wichtigen, normalerweise in der Selbstmedikation angesiedelten Themen wie Erkältung, Allergien und Schmerzen. Hilfreich ist dabei jeweils ein kurzer Überblick über die Erkrankung und deren Therapierelevanz, ebenso wie ein pflanzliches und ein chemisches Präparat der ersten Wahl (wenn möglich).
Die zweite Buchhälfte beinhaltet zwei unterschiedliche Indizes: einmal nach Wirkstoff und einmal nach Handelspräparat geordnet. So werden viele wichtige Arzneimittel mit einem simplen Farbcode bewertet, der Aussagen darüber trifft, ob das Arzneimittel geeignet oder kontraindiziert ist bzw. keine ausreichenden Daten für eine Bewertung zugrunde liegen.
Alles in allem kann ich dieses gut gestaltete Buch uneingeschränkt für die schnelle und sichere Beratung der Schwangeren oder sich in der Stillzeit befindenden Patientin empfehlen.
Arzneimittel und Ernährung im Kindesalter
Das in der Reihe "Für die Kitteltasche-Medizin" erschienene Werk ist eine Hilfestellung für die von vielen Variablen abhängende korrekte Dosisfindung im Kindesalter sowie die Ernährung und Ernährungstherapie dieser Patientengruppe. Die neu bearbeitete und aktualisierte 2. Auflage (2006), herausgegeben von Ankermann, Pankau und Wessel, unter Mitarbeit zehn weiterer Autoren, bietet Hinweise und Tipps für Klinik und Praxis. Den Einstieg in den ersten Teil, gleichzeitig Hauptteil, bildet eine Konversionstabelle, um die Arbeit mit den folgenden Kapiteln "Wirkstoffe und Dosis von A bis Z" und "Übersicht über Medikamentengruppen", darunter Antibiotika, deren Indikationen und zu verabreichender Applikationsweg in altersgerechter Dosierung, zu erleichtern. Zentral wird auf Neurodermitis, neurologische Erkrankungen, wie Epilepsien, Bewegungsstörungen und andere Krankheitsbilder, eingegangen, wobei die Verfasser Therapievorschläge in Form von Rezepturen oder der Medikamentenwahl bei Antiepileptika geben. Die diätetische Behandlung verschiedener Krankheiten, z.B. Zystischer Fibrose, bei der an Vitaminsubstitution gedacht werden muss, und das Gebiet der parenteralen Ernährung finden sich im zweiten Teil erläutert. Das übersichtlich verfasste Manual mit zusätzlicher Mini-CD des Gesamtinhaltes im pdf-Format und praktischem Lesezeichen, kann nicht nur Klinikärzte und Niedergelassene, sondern auch Pharmazeuten, vor allem in Klinikapotheken, bei ihrer Arbeit unterstützen.
Arzneimittelanwendung für die Kitteltasche

Für die praktische Arbeit in der Apotheke ist das neue Buch "Arzneimittelanwendung für die Kitteltasche" von Jürgen Krauss, Doris Unterreitmeier und Petra Müller und sehr informativ und hilfreich.

Die Gliederung in die verschiedenen Arzneiformen ist übersichtlich und macht es möglich, schnell die gewünschte Information zu finden. Der Text ist relativ knapp gehalten, so dass auch während der Beratung die wichtigsten Hinweise zu Dosierung, Eintritt und Dauer der Wirkung schnell ersichtlich sind. Positiv ist auch der aktuelle Stand des Buches (2005), was es für jeden Apotheker interessant macht (derart ausführlich wurden noch nie Anwendungshinweise zusammengestellt). Vor allem Berufseinsteiger, Pharmaziepraktikanten und Studenten ist dieses Buch anzuraten. Es enthält die wichtigsten KnowHows, die im Studium nicht so ausführlich besprochen wurden und gerade in der ersten Zeit in der Apotheke fehlen. Da vom Kunden hauptsächlich Tipps zur Anwendung des Medikaments geäußert werden und die kompetente Beratung im Vordergrund stehen sollte, ist der Inhalt des Buches eigentlich Pflichtwissen.
Es ist allerdings recht ähnlich dem Buch "Arzneimitteleinnahme für die Kitteltasche" (beide Bücher benötigt man vielleicht nicht...), aber als übersichtliches Nachschlage-Werk auf jeden Fall sehr zu empfehlen!
Arzneimitteleinnahme
Wann - wie viel - womit - das sind die klassischen Fragen im Beratungsgespräch in der Apotheke, wenn es um die Einnahme von Arzneimitteln geht.

Auch für Praktikanten ist es unerlässlich, schnell und umfassend für jedes Medikament Auskunft geben zu können, ob das gewünschte Arzneimittel keinesfalls zusammen mit anderen Medikamenten oder mit bestimmten Nahrungsmitteln einzunehmen ist. Dürfen bestimmte Kapseln für die Einnahme geöffnet werden? Muss der Patient beim Frühstück auf die gewohnte warme Milch verzichten oder aber den Grapefruitsaft?

Die drei Autoren Krauss, Müller, Unterreitmeier
dieses kompakten Ratgebers haben für 600 Arzneistoffe konkrete Empfehlungen und pharmokinetische Daten zusammengetragen, die durch Angaben zur Wirkdauer oder zum Wirkeintritt komplettiert werden. Außerdem finden sich in diesem hilfreichen Buch knappe Hinweise zu den wichtigsten interagierenden Nahrungsgruppen, nicht zuletzt zur Wiederholung im Praktikumsalltag bestens geeignet.
Ein prima Nachschlagewerk.
Arzneimittelkontrolle Drug Control
Zwei renommierte Herausgeber, Berthold Göber/Peter Surmann, und 25 Fachautoren haben ein großartiges Lehrbuch geschaffen! Die Arzneimittelkontrolle (AK)als umfassende Qualitätssicherung von Arzneimitteln/Medizinprodukten braucht festgelegte Methoden der Prüfung und Standardisierung. Das Buch lässt Begriffe wie Qualitätsplanung, -erzeugung, -kontrolle oder -managementsysteme lebendig erscheinen. Aspekte der AK müssen essentieller Bestandteil jeder pharmazeutischen Ausbildung sein, jedweder Tätigkeit von Pharmazeuten in Apotheke, Industrie, Großhandel oder Behörden. Wie ein roter Faden zieht sich v.a. durch die Kap. 1-4: Qualität kann nicht in ein Produkt hineingeprüft werden, sondern muss hineinproduziert werden. Dem Studierenden/Praktikanten werden Probleme der Standardisierung, Gesetzgebung, alle Prozesse des Arzneimittelverkehrs - nahe gebracht, immer unter dem Gesichtspunkt Gewährleistung der sicheren Anwendung des Arzneimittels. Abkürzungen wie GMP, GCP, GAP, GSP oder PIC werden mit Inhalt erfüllt. Die Kap. 5/6 befassen sich mit chemischen und physikalischen Methoden, Kap. 7 beinhaltet die Stabilitätsprüfung, Kap. 8 widmet sich der biologischen Charakterisierung von Arzneimitteln und Kap. 9 umfasst die Qualitätssicherung bei pflanzlichen Drogen, deren Zubereitung, Packmittel und Medizinprodukte. Dieses Lehrbuch zeigt die Verantwortung der Pharmazeuten für die Qualität der Arzneimittelversorgung, egal wo ihr Platz im Berufsleben ist.
Arzneimittelneben- und Wechselwirkungen
Der "Ammon" ist in Sachen Arzneimittelneben- oder -wechselwirkungen, Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen ein Klassiker für Apotheker. Das Buch von Hermann P.T. Ammon ist ohne Zweifel eine fast unerschöpfliche Wissensquelle. Doch kann man den dicken Wälzer auch im Apothekenalltag mal zum schnellen Nachschlagen nutzen? Am Anfang eines jeden Kapitels sind alle Arzneistoffe mit Präparaten des entsprechenden Indikationsgebietes in einer Übersicht aufgeführt. Anschließend folgt ein kurzer Überblick zu dem jeweiligen Krankheitsbild, der Wirkungsweise, der Anwendung, der Pharmakokinetik und Toxizität der Arzneistoffe.

Um eine schnelle Orientierung zu erleichtern, sind alle wichtigen Zusammenfassungen nochmals in Tabellen aufgeführt. Auch im Hauptteil eines jeden Kapitels sind die Neben- und Wechselwirkungen übersichtlich in Tabellen dargestellt und im Textteil näher erläutert. Dadurch ist ein schnelles Auffinden der gesuchten Informationen tatsächlich möglich. Wichtige praktische Infos über Arzneimittel in der Schwangerschaft, in der Stillzeit und im Straßenverkehr etc. werden ausführlich behandelt. Trotz seines gigantischen Umfanges und eines stolzen Preises ist "Der Ammon" zum schnellen Nachschlagen in der Apotheke und zur Prüfungsvorbereitung sehr zu empfehlen.
Arzneimittelprofile für die Kitteltasche
Das handliche Buch wird seinem Untertitel "Wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen für die pharmazeutische Betreuung" gerecht. Es liegt nun in der 3. Auflage vor und hilft im Apothekenalltag, insbesondere, wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Computer teilen müssen, beim Rückzug in die Beratungsecke. Man findet in den "Arzneimittelprofilen" alle Infos der Beipackzettel, vermeidet aber umständliches Entfalten, die Suche im Beipackzettel vor den Augen der Kunden - und man vermittelt nicht den Eindruck, dass der Patient auch selbst hätte im Kleingedruckten nachschauen können. Außerdem erleichtertet der Band das Selbststudium. Für die aut idem-Regelung braucht jeder pharmazeutische Mitarbeiter qualifiziertes Rüstzeug für die sichere Beratung der Patienten. Bei Rücksprachen mit Ärzten ist das Büchlein ebenfalls hilfreich. Klarer Adressat ist aber der Patient, mehr würde den Rahmen eines solchen Bändchens sprengen. Die Sortierung nach Wirkstoffen, oft identisch mit den Namen der Generika, erleichtert ein rasches Reagieren im HV - ein Buch im Kitteltaschenformat funktioniert besser als zum Beispiel diverse Karteikarten, teils auch mit Unterstützung einschlägiger Verlage zusammengestellt, die man in vielen Apotheken angelegt hat. Die Autoren Framm, Anschütz, Hammersdorfer verweisen im Vorwort nachdrücklich auf ihre subjektive Auswahl. 37 Wirkstoffe wurden 2005 neu aufgenommen und die Angaben bei den Kontraindikationen erweitert. Eine permament aktualisierte Version soll nun über das Internet stets verfügbar sein.
Arzneistoffanalyse
Will oder muss man sich mit der Analytik der Arzneistoffe befassen, stellt der "Eger, Troschütz, Roth" ein sehr gutes Lehrbuch dar. Praktischerweise ist das Buch nach chemischen Gesichtspunkten gegliedert. In jedem einzelnen Kapitel wird eine funktionelle Gruppe behandelt, wobei zunächst die Grundlagen vermittelt werden und anschließend die Analytik einiger Arzneistoffe genauer unter die Lupe genommen wird. Neben Strukturformel und IUPAC-Bezeichnung wird die Indikation des Arzneistoffs übersichtlich in einem grauen Kasten dargestellt. Zu jedem Arzneistoff folgt dann eine kurze Monographie (Aussehen, Löslichkeit, Identität, Reinheit und Gehaltsprüfung).

Zahlreiche Reaktionen werden aufgezeigt und erklärt. Bei den sauren und basischen funktionellen Gruppen wurde auch nicht auf pKs-Werte verzichtet und das Zustandekommen dieser wird ebenfalls verständlich erläutert. In der Einleitung wird auf die Farbreaktionen eingegangen, und es wird die Nomenklatur der Polymethin-Farbstoffe besprochen. Im Anhang gibt es eine schöne Zusammenstellung aller analytischen Namensreaktionen mit Nennung der dadurch geprüften Arzneistoffe. Für den Preis wahrscheinlich ein recht günstiges Chemie-Buch aus dem Deutschen Apotheker Verlag Stuttgart, wobei eben hauptsächlich nur die Analytik behandelt wird.
Atlas der Antlitzananlyse
Der im Haug-Verlag erschienene Atlas zur Antlitzanalyse für Schüsslers Biochemie ist eine gute Ergänzung des Haug-Handbuches zum gleichen Thema. Zunächst geben die Autoren Feichtigner und Niedan-Feichtinger Einblick in die theoretischen Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler, in die Entwicklung der Antlitzanalyse durch Kurt Hickethier und erläutern mit mehreren übersichtlichen Tabellen die Mineralstoffe bzw. Mangelerscheinungen nach Dr. Schüssler. Im Folgenden werden die Mineralstoffe noch einmal detailliert präsentiert und ausführlich die Antlitzzeichen bei Mängeln verbal und im Bild dargelegt. Damit verfügt der Apotheker u.a. über ein hervorragendes Werkzeug zur Einordnung. Mit Hilfe der sehr genauen Fotos, die Einzelheiten noch einmal in den Fokus rücken, werden die theoretischen Ausführungen klarer und bleiben im Gedächtnis haften. Natürlich ersetzen die Bilder keine Erfahrung. Dieser ausgezeichnete Bildatlas aber bietet eine nicht genug zu lobende Grundlage für die Beschäftigung mit der Biochemie nach Dr. Schüssler und der Antlitzanalyse. Er zeigt auch die verschieden extreme Ausprägungen von Mineralstoffmängeln auf und gibt entsprechend Dosierungshinweise. Wer sich bereits ausführlicher mit den Schüßlersalzen beschäftigt hat, dem bietet dieser nicht eben billige, aber hilfreiche Atlas viele Ansätze, das eigenen Wissen zu vertiefen.
Bakterien, Viren, Wirkstoffe
Der Mikrobiologe Dr. Ingo Stock legt mit dem Buch "Bakterien, Viren, Wirkstoffe" ein Werk vor, das den bereits etablierten Standardwerken ernsthaft Konkurrenz machen wird. Das Buch überzeugt durch klare Gliederung, deutliche und verständliche Sprache und übersichtliches Layout, da dieses Taschenbuch eine kurzgefasste Darstellung der Bakteriologie, Virologie und Infektiologie in Text und verständlichen Graphiken bietet. Komplizierte Zusammenhänge werden durch das durchdachte didaktische Konzept schnell und verständlich dargestellt, wobei alle zum Verständnis notwendigen Sachverhalte dargeboten werden, jedoch auf unnötigen "Ballast" verzichtet wird. Das Buch möchte das mikrobiologische Fundament legen, welches der Pharmaziestudent zum Verständnis der Pharmakologie der antiinfektiven Wirkstoffe im Hauptstudium benötigt. Hierbei erschlägt es den Leser nicht mit Spezialwissen, sondern beschränkt sich auf das Sinnvolle und Nötige.
Das Buch scheint für angehende Apotheker besonders im Grundstudium geeignet, welche im ersten Staatsexamen oder im Hauptstudium im Bereich der Antiinfektiva fachübergreifend Kompetenz beweisen wollen. Es kann ihnen die Lektüre bzw. das Durcharbeiten ans Herz gelegt werden, um ihr Wissen auf Vordermann zu bringen. Es ist auf jeden Fall eine lohnende Investition, da man auch später als Apotheker das grundlegendes Wissen der Mikrobiologie parat haben muss. Dabei soll das gute Preis-Leistungs-Verhältnis nicht unerwähnt bleiben.
Bewerberhandbuch von Hesse/Schrader
Dieses Buch sagt von sich selbst recht unbescheiden, es habe den Stellenwert der Bibel unter den Bewerbungsratgebern - und es hat recht. Nicht nur, weil es eines der umfangreichsten ist - fast 600 Seiten stark - oder weil die Juroren von "Stiftung Warentest" ausgezeichnet haben. Es bietet tatsächlich geballtes Wissen rund um das Thema Bewerbung. Während andere Bewerbungsratgeber nur einzelne Aspekte des Bewerbungsprozederes aufgreifen, haben sich Schrader und Hesse vorgenommen, den Leser von den ersten Überlegungen über die konkrete Planung einer Bewerbung, strategische Gesichtspunkte, die Gestaltung von Mappe und Anschreiben, die Einladung zum Gespräch, das Vorstellungsgespräch, Einstellungstests... bis zu den ersten Tagen im neuen Job zu begleiten. Viele Beispiele machen das Gesagte anschaulich und leicht umsetzbar. Die beigefügte CD bietet nicht nur direkt in die heimische Textverarbeitung zu übernehmende Vorlagen, sondern auch Hörbeispiele für das Vorstellungsgespräch. Derart vorbereitet, kann eigentlich nichts mehr schief gehen... Und wer sich fürchtet, das auf den mehreren hundert Seiten Gesagte zu schnell wieder zu vergessen, für den fassen fünfzig Merksätze für eine gute Bewerbung das Wesentliche zusammen. Ein absolut zu empfehlender, preis-werter Band, der nicht nur für die erste Bewerbung nach Studienende Bestand hat, sondern auch für die folgende berufliche Orientierungen.
Bewährte Anwendung der homöopathischen Arznei Band 1 und 2
Bewährte Anwendung der homöopathischen Arznei
Band 1: Diagnosen und Beschwerden
Band 2: Die Arznei und ihre Anwendung
Haug Verlag

Es handelt sich um ein Nachschlagebuch für Studierende der Homöopathie und bietet einen roten Faden für die Akutbehandlung.

Band 1 ist in 3 Teile eingeteilt.
Im 1. Teil sind die Arzneien nach klinischen Indikationen „von Kopf bis Fuß" aufgeführt. Es finden sich hier viele geläufige Erkrankungsbilder aber auch seltene, die manchmal als funktionell oder eingebildet bezeichnet werden. Die Diagnosen sind alphabetisch geordnet und in deutscher Sprache beschrieben. Dieses ermöglicht dem Anfänger hervorragend einen Zugang zur Homöopathie. Aber auch der Fortgeschrittene findet wertvolle Hinweise.
Im 2. Teil erfolgt die Einteilung nach Auslösung (Ätiologie), Verfassung (Konstitution), Anlage (Diathese), Geist und Gemüt.
In beiden Teilen werden die entsprechenden Mittel jeweils kurz und knapp mit Potenz und Dosierung angegeben.
Teil 3 enthält verschiedene Listen (Arzneinamen, Glossar etc.).

Band 2 enthält 429 Arzneien in alphabetischer Reihenfolge. Die klinischen Indikationen und die Mittelanwendungen sind hier zugeordnet mit kurzen speziellen Beschreibungen.

Insgesamt sind beide Bände sowohl für den homöopathischen Anfänger als auch für den homöopathischen Fortgeschrittenen zu empfehlen. Da gerade auch in der Apothekenpraxis die Zeit knapp bemessen ist, erleichtert dieses Werk die Mittelfindung. Nichtsdestotrotz sind homöopathische Grundkenntnisse Voraussetzung. Auf diese wird nicht eingegangen. Auch die für eine Konstitutionsbehandlung notwendige Repertorisierung wird durch diese Bücher nicht ersetzt.
Biochemie für Ahnungslose
Die Autorin befasst sich in diesem Buch mit dem Themengebiet der Biochemie. Hierbei wird versucht, auf 262 Seiten einen kurzen Abriss aller relevanten Teile der Biochemie zu geben. Wie der Titel des Buches bereits beschreibt, richtet es sich vornehmlich an "Ahnungslose". Das stimmt aber nur zum Teil. Zwar ist das Buch in seiner Kürze sehr prägnant und kann auch verzwickte Sachverhalte allgemeinverständlich darstellen, für ein besseres Verständnis empfiehlt sich aber doch ein umfangreicheres Lehrbuch. Da es die Sachverhalte aber in aller Kürze verständlich vermittelt, ist das Buch auch zur Rekapitulation vor einer Prüfung für weniger "Ahnungslose" geeignet, um sein Wissen zu überprüfen.
Es werden sowohl physikalische und chemische Grundlagen wie auch die Kerngebiete Proteine, Kohlenhydrate, Fette, die Stoffwechselprozesse und die molekulare Genetik/das Immunsystem erläutert. Wie eingangs erwähnt, kann man diese ganzen Themengebiete in einem Kurzlehrbuch sicher nicht erschöpfend behandeln, aber meiner Meinung nach ist der Versuch einer Zusammenfassung hier gut gelungen, auch wenn man durch die alleinige Anwendung dieses Buches sicher nicht zum Profi in Sachen Biochemie wird. Die verwendeten Graphiken verdeutlichen die Sachverhalte zusätzlich, da sie auf das Wesentliche reduziert sind und den Leser nicht mit unnützen Informationen überfrachten.
Biochemie nach Dr. Schüßler
Die Schüßlerschen Salzapplikationen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Eine solide Basis für eine gute Beratung lässt sich mit dem Titel von Müller-Frahling und Kaperzik schaffen, der insbesondere für Apotheker gedacht ist. Die beiden Autorinnen - die übrigens schon andere Bücher zum Thema veröffentlicht haben - stellen ihre Erläuterungen zu Wirkungsweise und Einsatzgebieten der 12 Basissalze und der 15 Erweiterungsstoffe auf ein hervorragendes Fundament. Im ersten Teil des Buches diskutieren sie den theoretischen Hintergrund der Mineralstofflehre nach Schüßler und geben dem Apotheker damit das nötige geistige Rüstzeug, um deren Unterschiede zum Beispiel zur orthomolekularen Medizin, aber auch zum homöopathischen Behandlungsansatz erläutern zu können. Dann werden die Salze und Erweiterungsstoffe detailliert vorgestellt. Die Fotos zur Antlitzanalyse sind eine echte Hilfe, wie überhaupt alle der vielen Tabellen und Übersichten, u.a. zu äußeren Anwendungen, bewährten Kombinationen, Indikationen und passenden Mineralstoffen. Das Buch ist angenehm strukturiert und hebt sich damit von anderen naturheilkundlichen Titeln ab. Die häufig gestellten Fragen (und Antworten) sind ideal als Rettungsanker oder zur Vorbereitung des Patientengesprächs. Wie in der Homöopathie gilt: Ein Buch stellt den Beginn dar, die Sicherheit kommt mit der Erfahrung. Dieses Schüßlerbuch, das ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat, kann aber auch als Nachschlagewerk dienen.
Biogene Arzneimittel
Schlägt man dieses Buch das erste Mal auf, so denkt man einen Roman vor sich zu haben und sucht vergeblich nach schönen bunten Abbildungen, die der Student so liebt. Das Anliegen der Autoren ist jedoch ein anderes. Bei diesem Werk geht es um eine Vielzahl von Fakten rund um Arzneimittel, die aus biologischem Material gewonnen werden. Schwerpunkte sind dabei die Chemie, die Gewinnung und Toxikologie der Arzneistoffe. Eine große Anzahl von Arzneipflanzen wird behandelt, wobei weder Inhaltsstoffe, noch deren Strukturformeln, Biogenese und Indikationen fehlen. Das Buch ist in 37 Kapitel aufgeteilt. Die ersten Kapitel widmen sich allgemeinen Themen (Nomenklatur, Prüfung, Lagerung) und der Bio- und Gentechnologie. Im Hauptteil werden die einzelnen Stoffgruppen (Gerbstoffe, Bitterstoffe, Cyanogene Glykoside etc.) behandelt, und zum Schuss geht es unter anderem um Antibiotika, Hormone und Nucleinsäuren. Besonders geeignet ist der Titel auch als Nachschlagewerk. Sucht man beispielsweise etwas über Artischockenblätter, Cellulose oder Schelllack, wird man schnell fündig, da die einzelnen Stichworte hervorgehoben werden und mit Kleeblatt (für Drogen), Karo (für Reinstoffe) und Herzchen (für Blutpräparate) gekennzeichnet sind. Äußerlich recht kompakt gehalten, macht die überwiegende Textform zunächst etwas Angst (gerade, wenn es ums Lernen fürs Staatsexamen geht). Aber machen wir uns nichts vor, die Welt der pharmazeutischen Biologie ist eben groß.
Biopharmazie
Mit der Änderung der Approbationsordnung für Apotheker wurde das Fach Biopharmazie deutlich aufgewertet. Das sich mit großem Tempo entwickelnde Gebiet ist heute eines der zentralen Fächer für Pharmaziestudenten. Der Mainzer Professor für Biopharmazie Dr. Peter Langguth und der Heidelberger Professor Dr. Gerd Fricker sowie die Zürcher Professorin für Biopharmazie Dr. Heidi Wunderli-Allenspach haben nun in erster Auflage (2004) ein Standardwerk für Studierende und Praktiker vorgelegt. Sie nähern sich dem Thema Biopharmazie sowohl von Seiten der Physiologie, wie zum Beispiel dem Aufbau der Zellmembranen und diskutieren zelluläre Transportmechanismen, als auch von Seiten der Statistik und von pharmakokinetischer Seite. Zahlreiche Illustrationen unterstützen die Erläuterung des Textes. Beleuchtet werden darüber hinaus angewandte Aspekte der Biopharmazie bei der Entwicklung von Arzneimitteln. Zudem behandeln die Autoren auch aktuelle Themen wie Drug Targeting und Prodrugs und berichten über gängige Software zum Thema Biopharmazie und Pharmakokinetik. Mit dem vorliegenden Band aus dem Wiley-VCH Verlag können sich Pharmaziestudenten von allen Seiten mit dem Fachgebiet Biopharmazie beschäftigen oder ihr entsprechendes Wissen für Praktika und künftige Arbeitgeber auffrischen.
Botanik
Dieses Buch von U. Lüttge, M. Kluge und G. Bauer beschäftigt sich in fünf Teilen ausgewogen und umfassend mit der Botanik. Ausgehend von den Anfängen über Bau und Funktion der Pflanzenzelle, Pflanzenorganismen im Lebensraum, Pflanzenorgane und deren Funktion, Entwicklung, geht es im letzten Abschnitt um Pflanzen und aktuelle Herausforderungen.
In leicht verständlichen Texten und mit Hilfe von vielen farbigen Abbildungen werden die Inhalte vermittelt. Zu jedem Kapitel-Abschnitt gibt es einen grün markierten Kasten, dort werden die wichtigsten Prinzipien zusammengefasst. Es ist zu Anfang vielleicht etwas verwirrend, dass sich diese Kästen nicht am Ende eines Abschnittes sondern auf anderen Seiten befinden. Am Ende jedes Kapitels gibt es dann noch mal eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte.

"Botanik" ist sicherlich kein typisches Buch für Pharmazeuten, aber da es auch viele Bereiche der pharmazeutischen Biologie behandelt, eignet es sich bestimmt zum Lernen im Grundstudium. Aufgrund der gut verständlichen Texte lassen sich die fürs Pharmaziestudium wichtigen Kapitel zum Einstieg in das Thema oder zum ausführlichen Nachlesen auch für Anfänger.
Crashkurs Pharmakologie
Der Crashkurs Pharmakologie aus dem Verlag Urban & Fischer richtet sich eigentlich an all die, die kurz vor einer Pharmakologie-Prüfung stehen und noch einige Wissenslücken möglichst schnell zu füllen haben.

Dabei werden ursprünglich sehr aufwendige Themen knapp und bündig dargestellt, oftmals fehlen hierbei dann einige nötigen Zusammenhänge für das Verständnis. Wer also etwas tiefer in die ganze Thematik einstiegen will oder muss, ist mit umfangreicheren Lehrbüchern sicherlich besser bedient. Trotz allem handelt es sich um ein sehr prüfungsorientiertes Lehrbuch und bei Zeitmangel eine realistische Alternative. Auch wenn Gelerntes noch mal nachgelesen werden will, ist dieses Buch eine zeitsparende und gute Möglichkeit. Sehr vorteilhaft ist die übersichtliche Gestaltung des Buches. Durch Ausrufezeichen markierte Kästen beinhalten Merksätze, Besonderheiten und vieles mehr, dadurch wird das Wichtigste noch einmal in der Vordergrund gestellt. Außerdem hat die Autorin erfreulicherweise an eine klare und verständliche Ausdrucksweise und Sprache gewählt. Durch zahlreiche Abbildungen werden Stoffwechselwege anschaulich erläutert.
Das Bildlexikon der Krankenpflegeartikel
Das Bildlexikon der Krankenpflegeartikel, erschienen im Jahr 2000 im GOVI Verlag, bietet einen Überblick über die Vielfalt der Krankenpflegeartikel. Die Gliederung des Buches nach Produktgruppen führt zu einer übersichtlichen Darstellung des Sachverhaltes. Durch das enthaltene Sachregister ist auch die gezielte Suche nach bestimmten Produkten möglich. Jeder Krankenpflegeartikel wird stichwortartig beschrieben, wodurch sich der Leser in kürzester Zeit fundiert informieren kann. Lobenswert sind die zahlreichen Abbildungen, die auch dem Praktikanten den Einstieg in dieses Gebiet erleichtern. Die vorgestellte Produktpalette geht allerdings weit über den Bereich hinaus, der in der öffentlichen Apotheke eine Rolle spielt. Es werden viele Hilfsmittel beschrieben, die eher für den Klinikalltag relevant sind. Insgesamt ist das Bildlexikon ein effektives Nachschlagewerk, das die Voraussetzungen für eine kompetente Patientenberatung bietet.
Das Kind in der Apotheke
Das Hauptaugenmerk des Buches liegt auf ca. 200 Arzneistoffmonographien. Diese beinhalten neben den üblichen Angaben auch eine Auflistung der Hilfsstoffe, besondere Hinweise und die jeweiligen Dosierungen in Abhängigkeit vom Körpergewicht. Zudem bietet es Besonderheiten der Physiologie und Pharmakologie bei Kindern, die richtige Anwendung von AM, häufige Erkrankungen im Kinder-/Jugendalter sowie Hinweise zu Impfungen und Ernährung (von der Schwangerschaft bis zur Pubertät) oder zum Reisen mit Kindern. Der Anhang umfasst verschiedenste kleinere Übersichten wie für Familien-Reiseapotheken oder zu giftigen Zimmerpflanzen. Alle Themen sind sehr übersichtlich gegliedert, kurz und präzise formuliert. Außer der AS-Monographien sind die Kapitel durchaus zum Lesen/Lernen außerhalb der akuten Beratungssituation geeignet. Einige Themen werden zusätzlich mit Fallbeispielen versehen, die hilfreiche Anregungen zum Beratungsgespräch bieten und vielleicht auftretende Fragen schon vorher abklären. Hervorzuheben ist bei den "häufigen Erkrankungen" der Verweis auf eventuelle Alternativen, die nicht der reinen Schulmedizin zuzuschreiben sind, wie Haus- oder homöopathische bzw. anthroposophische Mittel. Gerade bei Kindern wird gerne nach Alternativen zur "klassischen Chemie" nachgefragt. Alles in allem sollte dieses Buch in keiner Apotheke fehlen, die durch gute Beratung auffallen möchte und es sich zur Aufgabe gemacht hat, Fragen von besorgten Eltern kompetent beantworten zu können!
Das neue Handbuch der Heilpflanzen
Dieses Buch ist wirklich schön! Gerne blättert man durch den mit über 1000 Abbildungen illustrierten Band. Die bekannten KOSMOS-Autoren Ingrid und Peter Schönfelder haben für die WVG einen ausführlichen Heilpflanzenführer zusammengestellt. 750 Pflanzen aus allen Kontinenten, aus Phytotherapie, Industrie oder Homöopathie, werden präsentiert. "Mode-Heilpflanzen" wie Umckaloabo sind zuungunsten inzwischen ungebräuchlicher Kräuter beschrieben. Mit den großzügigen Fotos und Detailfotos von Früchten, Blättern, getrocknetem Material etc. fällt es leicht, sich optisch den Pflanzen zu nähern. Zur Bestimmung unterwegs sollte man jedoch auf leichtere Bücher ausweichen. Die komprimierten Texte informieren bei den alphabetisch geordneten Pflanzen über Botanik, Vorkommen, Drogen, Wirkstoffe und Anwendung. Wichtiges (oft Teezubreitungen o.ä.) ist durch gelbe Infokästen hervorgehoben. Der KOSMOS-Band setzt einen anderen Schwerpunkt als der Klassiker "Wichtl", schult das Auge für die lebende Pflanze. Die KOSMOS-Detailsfotos reichen nicht, um getrocknete Drogen sicher zu unterscheiden. Ben-Eric Wyk´s "Handbuch der Arzneipflanzen" (WVG 2003), ebenfalls mit hervorragenden Fotos, beschreibt nur halb soviele Arzneipflanzen wie Schönfelders, ist 20 Euro günstiger und - handlicher. Andrew Chevallier veröffentlichte 2001 bei D&K ein "Lexikon der Heilpflanzen", das 550 Arzneipflanzen vorstellt; die eher artifiziellen Fotos/Erläuterungen genügen den Ansprüchen angehender Pharmazeuten nicht.
Depressionen überwinden
Im Gegensatz zu Band 5 aus der Reihe "Medizinisch-pharmakologisches Kompendium" ist dies ein für Erkrankte und ihre Angehörigen geschriebener Wegweiser. Mit seinen leicht zulesenden Texten, den gut strukturierten Beschreibungen sowie den klar formulierten Handlungsempfehlungen ist es ein Buch, das gerade Patienten in großer Niedergeschlagenheit oder verzweifelten Angehörigen weiterhelfen kann. Die Autoren haben sich in die komplexe Zielgruppe gut hineingedacht. Selbst jene, die durch die seelische Erkrankung unter starken Konzentrationsstörungen leiden, finden in einem Kurzratgeber auf den ersten Zeiten des Buches in wenigen Stichpunkten wichtige Ratschläge. Die verschiedenen Formen von Depression bei Männern, Frauen, Kindern, Jugendlichen oder älteren Menschen werden ebenso vorgestellt wie die verschiedenen Therapieansätze. Natürlich wird sich der Apotheker mit Hilfe von Breyer-Pfaff et al über Depressionen und ihre Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere die Pharmakotherapie, informieren. Wie so oft jedoch lassen sich aus dem Patientenratgeber von Stiftung Warentest wertvolle Anregungen für das Beratungsgespräch entnehmen, verständliche Formulierungen komplizierter psychologischer Sachverhalte oder aufbauende Worte finden. Auf die Details der medikamentösen Behandlung wird nicht eingegangen. Hier ist der aktiv beratende Apotheker gefragt, denn die meisten depressiven Patienten sind in der Selbstmedikation.
Der Krebspatient in der Apotheke
Informationen bekommt man in diesen 16 Beiträgen verschiedener Autoren haufenweise. Erkenntnisse der Schulmedizin, untermauert mit wissenschaftlichen Fakten, aber auch unkonventionelle Mittel in der Krebs-Therapie, Hilfen im Alltag oder spezielle Ernährungsempfehlungen. Das Eingangsinterview mit einer Krebspatientin zeigt, welche Erwartungen ein Patient an die Apotheke stellt. Es sind alle für die pharmazeutisch-onkologische Beratung und Betreuung wichtigen Aspekte zusammengefasst. Die Materie ist fachlich kompetent und trotzdem verständlich aufbereitet, wobei stets Sichtweise und Fragestellung des Patienten berücksichtigt werden. Einleitend präsentieren die Autoren Krankheitsvorstellung und Denkweise eines an Krebs Erkrankten. Ein Abschnitt über Gesprächsführung erleichtert den Einstieg in die dazu notwendigen Dialoge enorm. Ein weiteres Kapitel über medizinisch-pharmakologische Grundlagen befasst sich mit Krebsentstehung / Diagnostik, wobei typische Patientenfragen in den Text mit eingebaut sind. In den knapp vierzig Seiten zu Substanzen der Chemotherapie steckt eine Fülle pharmakologischer und pharmazeutischer Information, die weit über das in gängigen Pharmakologiebüchern Aufgeführte hinausgeht. Der für den Offizinapotheker wohl wichtigste Teil befasst sich mit komplementären und supportiven Maßnahmen in der Onkologie. Der abschließende Part zeigt die Beratung in der Apotheke. Im Anhang finden sich ein Glossar der häufigsten onkologischen Begriffe in Patientensprache sowie wichtige Adressen.
Der Pharmaziepraktikant
Die zwei Bände im Schuber, erschienen in der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft, sollen Unterstützung bei der Vorbereitung auf das Pharmaziestudium bieten.
Der erste Band ist von Karl-Artur Kovar. Er heißt "Pharmazeutische Praxis - ein Leitfaden für den dritten Prüfungsabschnitt nach der Approbationsordnung für Apotheker, mit Tabellen" und ist 2001 in der letzten Auflage erschienen. Leider befindet sich der Band damit nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand.
Der zweite Band beschäftigt sich mit Rechtstexten - die "Pharmazeutische Gesetzeskunde" von Hügel, Fischer, Kohm. Sie erschien 2004 in der jüngsten Auflage und berücksichtigt damit die aktuellen Änderungen in den Gesetzen. Man kann sie auch einzeln bestellen.
Diabetes Manuale für die pharmazeutische Betreuung
K. Diers´ "Diabetes mellitus Typ1 und Typ2" ist als Ringbuchordner erschienen und kann ständig aktualisiert werden. In dem ca. 350 Seiten umfassenden Buch werden alle Aspekte der Erkrankung sehr ausführlich dargestellt. Beispielhaft hier einige Kapitel: Pathogenese, Diagnostik, Therapie (Arzneimittel, Diät, Bewegung), Komplikationen, Pharmazeutische Betreuung (Schulung des Apothekenteams, Identifikation von Risikopatienten, Blutzuckermessgeräte, Erstellung von Medikationsprofilen) und Fallbeispiele. Da das vorliegende Manual zahlreiche Kopiervorlagen z.B. Patientenbrief, Arztbrief bietet, ist es insbesondere für Apotheken geeignet, die sich auf die pharmazeutische Betreuung von Diabetespatienten spezialisiert haben. Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass eine komplette Auflistung aller im Handel befindlichen Blutzuckermessgeräte (mit Abbildungen) enthalten ist. Es werden die wesentlichen Unterschiede kurz tabellarisch dargestellt. Auch an anderen Stellen des Buches z.B. beim Thema Insulin werden Handelsnamen genannt. Das finde ich vorteilhaft, da es insbesondere dem Pharmaziepraktikanten die Umsetzung des Gelesenen in die tägliche Praxis erleichtert. Auch die Fallbeispiele am Ende des Buches haben mir sehr gut gefallen. Man hat dadurch die Möglichkeit, nach Durcharbeiten des Buches, sein Wissen "praktisch" anzuwenden. Zusammenfassend kann man sagen, dass das vorliegende Buch den Leser dazu befähigt, die Apothekenkunden fundiert zum Thema Diabetes zu beraten.
Diabetes in Frage und Antwort
Der frühere Professor für Pharmakologie an der Universität Tübingen Dr. Ammon hat zusammen mit der Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologin DDG Dr. Helmstädter dieses innovative Trainingsbuch nun in 2. Auflage herausgebracht. Der Leser wird mit Original-Prüfungsfragen aus der zertifizierten Diabetes-Fortbildung konfrontiert, wobei er unmittelbar seine Ergebnisse überprüfen kann. Da jedoch oft das alleinige Wissen der richtigen Lösung bei Multiple-Choice-Fragen wenig weiterhilft, bzw. sich eine langwierige Recherche in Lehrbüchern anschließt, wurden alle Fragen ausführlich kommentiert um vorhandene Wissenslücken oder Irrtümer aus dem Weg zu räumen. Das Buch teilt sich in folgende Kapitel: Ernährung, bei der vor allem dem Apotheker eine hohe Beratungskompetenz zukommt, zudem er regelmäßig dafür Ansprechpartner ist; HbA1c-Wert, Blutzucker, Blutlipide, sollen Einführung geben in wichtige Laborparameter und andere aus dem Diabetes sich entwickelnde Folgekrankheiten; ein wichtiger Themenblock befasst sich mit Insulinen, bei der praktische Fragen gestellt werden, die über die Pharmakologie hinausgehen, ebenso auch das Kapitel orale Antidiabetika; in den Kapiteln Diabetes und Physiologie werden sinnvoll Pathophysiologie, Ätiologie und Klinik dargelegt, sowie Hintergrundwissen der kranken und gesunden Körperfunktionen geprüft; wiederum für den OTC-Bereich bzw. für die Beratungsleistung wichtig ist das Kapitel Geräte/Tests/Anwendung, in dem knifflige Fragen auch erfahrene Apotheker zum grübeln bringen.
Das Buch ermöglicht eine schnelle und gründliche Prüfungsvorbereitung für die Diabetesfortbildung, kann und will jedoch das Lesen einschlägiger Lehrbücher nicht ersetzen. Es dient vielmehr dem kurzen back-up nach einer langwierigen Fortbildungs- und Lernphase und kann daher als Kontrolle dienen. Bei kleineren Wissenslücken können die mittels des Fragenkommentars behoben werden, bei größeren Lücken gibt der Kommentar Hinweise bei welchen Themen genau noch nachgelesen werden muss. Das Buch ist aber auch für angehende Apotheker geeignet, welche im zweiten Prüfungsabschnitt im Fach Klinische Pharmazie häufig zu Diabetes befragt werden. Es kann ihnen die Lektüre, bzw. das Durcharbeiten ans Herz gelegt werden, um ihr Wissen auf den Prüfstand zu stellen. Es ist auf jeden Fall eine lohnende Investition.
Die 100 Prozent-Bewerbung
Anders bei Offinzinapotheken führt der Weg zum Praktikumsplatz bei Pharmaunternehmen über E-Recruiting oder eine "ordentliche" schriftliche Bewerbung. Da lohnt sich der Blick in einen Bewerbungsratgeber, wie z.B. den von Svenja Hofert. Neben den üblichen hilfreichen Hinweisen zur Reaktion auf Anzeigen und Initiativbewerbungen (die die Autorin locker formuliert), wird das Werk, wie alle Titel der book@web-Reihe, durch einen Internetworkshop sinnvoll ergänzt. Denkt der geneigte Leser noch beim Durchblättern: "Ja, wäre ganz nützlich, werd´ ich irgendwann mal probieren", kann er oder sie genau das im Internet-workshop. Er liefert die Systematik für das, was man bei einer direkten oder Initiativbewerbung ohnehin im Vorfeld unternehmen müsste: Argumente für das Unternehmen zusammentragen, Prioritäten setzen und sich seiner Ziele vergewissern. Das ist auch eine nützliche Vorbereitung fürs Bewerbungsgespräch. Gut sind das Telefontraining und die Aufforderung, Lebensläufe etc. anderer selbst zu bewerten. So kann sich der Bewerber in die Ansprüche von Personalabteilungen hineinversetzen und seine eigene Bewerbung entsprechend präzisieren. Für Ungeübte nützlich: der Anschreibengenerator und das Downloadcenter. Die Foren laden zum Gedankenaustausch bei speziellen Fragen ein. Buch und Workshop - die sicher auch nach der hoffentlich erfolgreichen Praktikumsbewerbung den Einsteig ins Berufsleben erleichtern - ergänzen sich, die Zugangsdaten für den Workshop sind im Buch angegeben.
Die andere Medizin
Mit dem vorliegenden Band "Die Andere Medizin `Alternative´ Heilmethoden für Sie bewertet" möchten die Autoren von "Stiftung Warentest" auch bei der Bewertung nichtschulmedizinischer Heilmethoden Klarheit und Eindeutigkeit liefern. Allerdings scheinen sie mit einem gewissen Vorurteil zu Werke zu gehen. Schon auf dem Cover setzen sie alternativ in Anführungszeichen. Nicht erst seit dem Bestseller von Bastian Sick "Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod" ist bekannt, dass Anführungszeichen distanzierend wirken. Unvoreingenommen gehen die Tester tatsächlich nicht zu Werke, und nur ganz wenige Therapien, die in der Praxis aber oft auf Heilungserfolge verweisen können, haben vor ihrem Gutachterauge Bestand. Solche Auseinandersetzungen sind dem Pharmazeuten nicht fremd. Interessant für den Laien: Welchen geheimnisvollen Titel auch immer ein (medizinisches) Heilsversprechen trägt, hier kann man in wenigen Stichworten gut verständlich etwas dazu erfahren. Dem Urteil über Nutzen oder Nicht-Nutzen der Heilmethoden wird man als Pharmazeut jedoch nicht blind vertrauen, sondern auch andere Naturmedizintitel und eigenen Erfahrungen zu Rate ziehen. Die Ausgabe von 2005 musste aufgrund einer von der DHU erwirkten einstweiligen Verfügung zurückgezogen werden. Kritisch setzt sich auch Christian Ullmann mit dem umstrittenen Warentest Ratgeber auseinander.
Die perfekte Bewerbungsmappe auf Englisch
Den internationalen Arbeitsmarkt via Praktikum kennen zu lernen, ist für Pharmaziestudenten inzwischen nicht nur spannend, sondern immer wichtiger in der persönlichen Karriereplanung. Doch vor dem Traumjob, z.B. als Preregistration Pharmacist in einem britischen Krankenhaus, heißt es: einen Praktikumsplatz finden und sich erfolgreich vorstellen. Eine Bewerbung im englischsprachigen Raum sieht dabei etwas anders aus, als für eine deutsche Praktikumsstelle. Herumgesprochen hat sich, dass es eher unüblich ist, Zeugnisse mit dem Anschreiben, dem sogenannten covering letter, und dem Lebenslauf zu verschicken. Doch auf welche Feinheiten sollten man/frau außerdem achten? Wie formulieren reisewillige Studenten eine Initiativbewerbung - und wie reagiert man richtig auf eine Anzeige? Welche formalen Kriterien gelten für einen Lebenslauf? Klaus Schürmann und Suzanne Mullins geben mit ihrem Buch einen Überblick über Gepflogenheiten in Großbritannien und Nordamerika. Sie stellen verschiedene Bewerbungssituationen vor und kommentieren diese. So können auch Pharmaziepraktikanten/-studenten den jeweiligen Situationen viel Wissenswertes für die eigene Bewerbung entnehmen, auch wenn es nie spezifisch um eine Praktikumsstelle für Pharmazeuten geht. Hat man/frau Erfolg gehabt, bietet sich für den nächsten Schritt, das Bewerbungsgespräch, ein weiteres Bändchen der selben Autoren aus dem Eichborn-Verlag an: Vorstellungsgespräch auf Englisch.
Empfängnisverhütung
Die Autorin beschreibt in sehr eindrucksvoller Weise die aktuell bekannten Varianten der Empfängnisverhütung. Von Pille über Verhütungsring, von Drei-Monatsspritzen bis hin zum Verhütungspflaster erklärt sie alle Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu vermeiden. Auch exotischere Varianten wie das Frauenkondom und seine Anwendung stellt sie ausreichend vor. Das Buch ist mit anschaulichen Bildern versehen, so dass es auch gut während der Gespräche in der Apotheke hinzugezogen werden kann. Außerdem geht Meisenbacher auf viele praxisrelevante Themen ein, wie z.B."Wie wechsle ich richtig von der Pille zum Ring?" und ähnliche Probleme, auf die Apotheker in der Offizin eine Antwort wissen müssen. Selbst Fragen wie "Was ist zu tun, wenn meine kleine Tochter meine Pille geschluckt hat" bleiben nicht offen. Die Autorin unterscheidet darüber hinaus nach den unterschiedlichen Bedürfnissen der Frauen. Welche Verhütungsmethode ist geeignet für ein junges Mädchen, welche während der Stillzeit, während der Wechseljahre oder bei Erkrankungen wie der Epilepsie. Dem "Krisenthema" Notfallverhütung ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Dies hilft wiederum in der Apotheke. Gerade da bleiben bei den Anwenderinnen nach dem Arztbesuch oftmals viele Fragen ungeklärt. Diese werden dann erst bei Abgabe des Medikamentes gestellt. Für das Praktische Jahr in der Apotheke ist dieses Buch auf jeden Fall als Nachschlagewerk sehr gut geeignet. Alle Fragen zum Thema werden direkt und auf unkomplizierte Weise erklärt.
Enders Handbuch Homöopathie
Über eine praktische, schnelle Empfehlung bei ausgesuchten Patientengruppen Kindern hinaus gehen Enders´ Ausführungen zum kranken Menschen. Neben Erkältungskrankheiten, Fieber etc. behandelt er auch Männerleiden, Frauenprobleme, Gemütsveränderungen oder Krebserkrankungen. Seine bildhafte, farbige Sprache trägt dazu bei, dass der Leser die Beschwerden unterscheiden lernt und ein Gespür für die verschiedenen Phänomene entwickelt. Im Kapitel "Die Arznei" stellt er 275 homöopathische Mittel im Kurzporträt vor. Empfehlungen zur Hausapotheke und eine Übersicht zu neuen Handelsnamen und älteren Bezeichnungen ergänzen diese Ausführungen. Für die schnelle Orientierung und als Basis zum Lernen dient das sogenannte "Repertorium", eine Übersicht der wichtigsten Symptome und ihrer Behandlung. Besonders nützlich zum schnellen Nachschlagen - ein kurzes Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen zu Beginn dieses Kapitels. So kann man mit dem "Repertorium" auch im Apothekenalltag arbeiten, währen die übrigen sehr ausführlichen Beschwerdenbeschreibungen etwas für die grundsätzliche Beschäftigung mit Homöopathie sind. Ob man Enders in seinen auf Hahnemann basierenden Vorstellungen von Erbsünde und deren Einfluss auf den menschlichen Körper folgen mag, bleibt jedem selbst überlassen.
Enders Homöopathie für Kinder
Norbert Enders´ Ratgeber speziell für die Patientengruppe "Kinder" ist für Selbstanwender (insbesondere durch leicht verständliche Formulierungen) wie für beratende Apotheker sehr hilfreich. Die möglichen Beschwerden finden sich unter den Überbegriffen "allgemein" - hier werden auch Allergien und andere Störungen, die das Kind ganzheitlich erfassen, besprochen -"Kopf", "Atemwege", "Verdauungswege", "Haut", "Schlaf", "Gemüt" und - separat - "Schulprobleme". Die möglichen Präparate führt Enders auf und notiert zu jedem die speziellen Symptome. Dabei legt er großen Wert nicht nur auf die speziellen Ausprägungen der Erkrankung, sondern auf den Menschentyp. Seine Empfehlungen haben meist eine persönliche Note ("so halt´ ich `s"). Am Ende jeder Erkrankung folgt eine kleine Tabelle, in der noch einmal die Leitsymptome und das dazu empfohlene homöopathische Mittel aufgeführt sind. Enders´ Handbuch ist wesentlich ausführlicher in der Mittelauswahl wie zum Beispiel "Homöopathie für die Kitteltasche". Trotzdem ist das Buch übersichtlich und auch im Beratungsgespräch einsetzbar. Mit dem Schwerpunkt "Kinder" dieses Buches ist der junge Apotheker für die Hauptzielgruppe für homöopathische Präparate gut gerüstet. Insbesondere die Kapitel zu Allgemeinem, Gemüt und Schlaf bieten über Standardsituationen hinausgehendes Wissen. Ob Enders´ Rat - alle Gaben als Einzelimpfungen - tatsächlich noch den aktuellen Empfehlungen auch von Impfskeptikern entspricht, muss allerdings bezweifelt werden.
Enders' Homöopathische Hausapotheke
Das Buch ist hervorragend als Einstieg in die Homöopathie geeignet. Auf leicht verständliche Weise werden zuerst die Grundlagen erklärt. Dann folgt ein Kapitel, das nach Krankheiten eingeteilt ist. Die Symptome werden ausführlich beschrieben und den einzelnen homöopathischen Mitteln zugeordnet. Auch die Dosierung wird genannt. Im darauffolgenden Kapitel wird die Einteilung nach Wirkstoffen vorgenommen. Neben der Indikation und einer kurzen Beschreibung der Symptome wird auch die Dosierung angegeben. Das Buches endet mit Empfehlungen für die Zusammenstellung einer Haus- bzw. Reiseapotheke. Insgesamt kann man sagen, dass das Buch alle akuten Erkrankungen thematisiert, die der Selbstmedikation zugeordnet werden können. Die Therapie chronischer Krankheiten wird bewusst nicht beschrieben, da sie nach Auffassung des Autors in die Hände eines erfahrenen Homöopathen gehört. Meiner Meinung nach sollte jeder Pharmaziepraktikant dieses Buch in seine Fachbuchsammlung aufnehmen. Es vermittelt mit relativ wenig Aufwand die Grundlagen der Homöopathie und versetzt den Leser in die Lage, den homöopathieinteressierten Apothekenkunden fundiert zu beraten. Auch als "Kitteltaschenbuch" für die schnelle Suche nach Wirkstoffen für ein gerade in der Offizin geäußertes Problem ist es gut einsetzbar. Zusammenfassend kann man das Buch folgendermaßen charakterisieren: ein übersichtliches, leicht verständliches, sich auf das wesentliche beschränkende homöopathische Einsteigerbuch.
Englisch in der Apotheke
Englischkenntnisse gehören heute zur Allgemeinbildung. Meist reicht das Schulenglisch aber nicht für die Beratung eines Kunden in der Apotheke aus. Die Fachwörter fehlen einfach!
Für spezielle Informationen genügen meist schon wenige Worte, doch sie müssen bekannt sein ;-) Um sich in einer hochfrequentierten Apotheke mit viel englischsprachiger Kundschaft nicht zu blamieren, indem man um den heißen Brei herumredet und beschreibt, bietet das Buch "Englisch in der Apotheke" von Martha Hein und Dagmar Carra leicht verständliche, systematisch aufgebaute Kapitel.
Der Titel offeriert pharmazeutisch-medizinische Spezialbegriffe, Übungen mit Lösungsvorschlägen, Grundlagen der Grammatik und für Beratungen geeignete Abbildungen.
Das Hauptaugenmerk ist auf die mündliche Kommunikation gerichtet, die Übungen motivieren zum Selbststudium.
Konzipiert wurde es für den PTA-Unterricht und ist dank des ausführlichen Wortverzeichnisses ein hervorragendes Nachschlagewerk für jede Apotheke und den Apotheker selbst...
Auch mit dürftigen Englischkenntnissen hat man mit diesem Buch keine Probleme!
Erfolgreich promovieren
Bislang konnte man/frau sich beim Promovierenden-Netzwerk Thesis via Email oder Internet Rat holen. Nun ist im Springer Verlag ein Gemeinschaftswerk von 90 Thesis-Autoren herausgekommen, das Antworten auf die Frage "Promotion ja oder nein und wenn ja, dann wie?" verspricht. Der "Ratgeber von Promovierten für Promovierende" fordert mit Checklisten zur kritischen Selbstbefragung in Sachen Promotionsabsichten auf. Hat man sich einmal dafür entschieden, findet man in "Erfolgreich promovieren" nicht nur Informatives zu Rahmenbedingungen oder Finanzierung, sondern viele wertvolle Anregungen für Planung, Organisation, Zeit- bzw. Projektmanagement oder Schreibtechniken. Selbst Textverarbeitungs-Programme werden in Hinblick auf Sonderzeichen, Formeldarstellung, Indexerstellung, Grafik sowie andere naturwissenschaftliche bzw. geisteswissenschaftliche Anforderungen untersucht, also Punkte, an die man vielleicht nicht immer vor Beginn der Aufzeichnungen denkt. Besonderen Situationen - sei es die Sinnkrise oder die Promotion im Ausland - sind ebenso Kapitel gewidmet wie dem Promotionsendspurt, der Prüfung und der Veröffentlichung der Arbeit. Auch wenn unter den vielen Erfahrungsberichten kein "aktueller" eines Pharmazeuten steht: Das ganze Buch ist locker & wirklich praxisnah formuliert - und hoffentlich benötigt der geneigte Leser nach der Lektüre bald die beigefügte Bastelanleitung für den Doktorhut...
Erkrankungen in der Schwangerschaft
"Der Zustand schwangerer Frauen stellt keine Krankheit dar, sie bedürfen lediglich einer speziellen Medikation" - diese Ansicht vertritt Gerhard Grospietsch in seinem Buch "Erkrankungen in der Schwangerschaft - Ein Leitfaden mit Therapieempfehlungen für Klinik und Praxis". Wie der Titel schon nahe legt, geht es um den sinnvollen Einsatz von Arzneimitteln bei Erkrankungen in der sensiblen Zeit der Schwangerschaft. Die Einteilung erfolgt nach den verschiedenen Krankheitsbildern, wie z.B. Erkrankungen der Niere, Leber, Schilddrüse, Haut, MDT, Diabetes mellitus etc, so dass man also schnell zum jeweiligen Kapitel zurückgreifen kann. In den Abschnitten werden zuerst die physiologischen Veränderungen der Schwangerschaft erläutert, bevor es dann zur allgemeinen Einführung der Krankheit kommt. Im Anschluss daran werden Empfehlungen zur Therapie gegeben. Hier geht der Autor meist auf die Pharmakologie ein und erläutert kurz das Wirkprinzip der jeweiligen Arzneistoffklasse. Zu jedem Wirkstoff nennt er mehrere Fertigarzneimittel, so dass man sich doch an das eine oder andere Medikament erinnern kann. Kontraindikationen werden, falls vorhanden, zum Schluss aufgeführt. Dieses Buch eignet sich somit als gutes Nachschlagewerk für Pharmazeuten, Ärzte und anderes medizinisches Personal. Leider wird in diesem Buch der Auswirkung eines Arzneimittels in Bezug auf das Stillen kein Kapitel gewidmet. Diesbezüglich muss man also auf ein anderes Lehrbuch zurückgreifen.
Ernährung von Hahn et al.
Das Buch gliedert sich in folgende vier Teile: ernährungsphys. Grundlagen, lebensmittelwiss. Aspekte, angewandte Humanernährung und Prävention und Therapie ernährungsassoz. Erkrankungen. Dabei dient der erste Teil zum einen als Nachschlagewerk, zum anderen ist er aber auch gut geeignet zum Lernen für den interessierten Pharmaziestudenten. Alle wichtigen Nähr- bzw. Zusatzstoffe werden nicht nur in Art und Menge definiert, sondern ebenso bezüglich Struktur, Absorption, Verfügbarkeit und Wirkung detailliert beschrieben. Teil zwei bis vier richtet sich eher an den Apotheker in der Praxis, der das Thema Ernährung in seine Beratungshinweise mit einfließen lassen möchte. Hierbei werden unterschiedl. Ernährungstypen, der Bedarf ausgewählter Personengruppen, Interaktionen zwischen Ernährung und Arzneimitteln sowie in einem recht ausführlichen Teil die wichtigsten Erkrankungen mit ihren Ernährungsempfehlungen zur Therapie beleuchtet. Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis sowie Fettdruck von wichtigen Schlagwörtern innerhalb der Texte erleichtern das Auffinden gesuchter Informationen in diesem 500-Seiten-Werk. Alles in allem ist dieses Buch ein sehr ausführliches, dabei aber trotzdem übersichtliches und vor allem auch sehr gut verständliches Lehr- und Nachschlagewerk, das sowohl für den Pharmaziestudenten als auch für die anschließende Apothekenpraxis gut geeignet ist. Einziges Manko sind die durch mangelhafte Farbgebung etwas kontrastarm und trist wirkenden Abbildungen und Tabellen.
Ernährungsmedizin
Das Buch über Ernährungsmedizin von Konrad Biesalski ist mit einer neuen
Auflage 2004 im Thieme Verlag erschienen.

Es behandelt im Anfangsteil Grundlagen der Ernährung, später den Stoffwechsel des Menschen und die Wirkung verschiedener Nahrungsbestandteile auf den Organismus. Wichtige Themengebiete wie Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Ballaststoffe und Vitamine auf die es bei der Ernährung ankommt werden ausführlich diskutiert.

Wie auch in dem recht ähnlichen Werk des gleichen Autors "Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe" wird in einem späteren Kapitel auf die Ernährung in verschiedenen Lebensabschnitten eingegangen.

Der Hauptteil des Lehrbuches widmet sich der Thematik der ernährungsbedingten, aber vor allem der ernährungsabhängigen Erkrankungen mit konkreten tabellarischen Ernährungsempfehlungen zu jedem Krankheitsbild. Zuletzt enthält das Buch zahlreiche Tipps zur Ernährungsberatung. Insgesamt gibt dieses Buch einen guten Überblick zu allen Ernährungsfragen mit besonderem Augenmerk auf die Praxisnähe. Einfach verständliche Abbildungen erleichtern das Verständnis.
Fertigarzneimittelkunde
Die "Fertigarzneimittelkunde" ermöglicht eine fundierte Vorbereitung auf den Apothekenalltag um eine gute Grundlage für die Beratung und für die Vorbereitung fürs Staatsexamen zu erhalten. Das Buch von Martin/Lehle/Ilg ist sehr klar nach Indikationsgebieten gegliedert. Am Anfang jedes Kapitels ist ein kurzer Physiologieteil, gegliedert in Bau, Funktion und Erkrankungen. Ausgewählte Fertigarzneimittel (nach Verordnung und nach innovativem Wert) sind in Tabellen übersichtlich zusammengefasst. Am Ende jeden Kapitels befindet sich eine Zusammenfassung. Neben den "klassischen" Kapiteln wurden z. B. auch Nahrungsergänzungsmittel, alternative Therapieformen, oder Lifestyleprodukte aufgenommen.

Meiner Meinung nach wird in dem Buch zu viel Wert auf pharmakologische und physiologische Grundlagenwiederholung gelegt, was auf Kosten der Fertigarzneimittel geht. Dennoch bietet es für 44 Euro gute Möglichkeiten die Qualität eines Fertigarzneimittels selbst zu bewerten und zu beurteilen. Auch die Beratungshinweise und Handverkaufsempfehlungen sind sicher hilfreich.
Finanzplanung für Apotheker
Dieses Buch richtet sich speziell an junge Unternehmensgründer und erleichtert es den jungen Pharmazeuten, eine Apotheke als Unternehmen zu führen. Das Buch kann aber auch benützt werden zur Unterstützung der Pharmaziepraktikanten zur Vorbereitung auf das dritte Staatsexamen in dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre. Hier stehen die Themen Finanzierung und Leistungsfaktoren der Apotheke im Vordergrund.
Dieser Ratgeber zeigt anhand Beispielen aus der Praxis, wie die betriebliche Entwicklung geplant und optimiert werden kann. Dazu zeigen die Verfasser aber auch Maßnahmen auf, die zur Alters- und Existenzsicherung notwendig sind, anhand einer Überprüfung und Aufbereitung der privaten Finanzen. Das Thema Marketing wird ebenfalls behandelt.
Gut dargestellt wird, wie die Zahlungsströme fließen und wie sie sich beeinflussen. Wie würde sich eine Umsatzschwankung auswirken ? Hat dies auch Einfluss auf die privaten Finanzen ? Fragen dieser Art werden anschaulich beantwortet. Denn nur wer weiß woher das Geld kommt und wohin es fließt und - vor allem - wer weiß, was am Ende übrig bleibt, der kann langfristig sicher und erfolgreich am Markt bestehen.
Die Verfasser Reinhold Fahlbusch und Corinna Renz verfügen über jahrelange Erfahrung in der Finanzberatung von Apothekern. Dieses Buch ist ein hilfreicher Ratgeber und ein sehr gutes Nachschlagewerk, in das man immer wieder hineinlesen wird.
Flora Alpina
Dieses Nachschlagewerk für die Flora der Alpen ist ein wahrhaft europäisches Buch. Es beschreibt die Gefäßpflanzen, die in dem von Wien bis Nizza reichenden Gebirgszug zu finden sind. Der knappe, aber wirklich aktuelle Überblick umfasst 4500 Taxa. Länderübegreifend ist die Darstellung. Die Pflanzen sind nach ihren lateinischen Familiennamen geordnet. Ein Registerband bietet darüber hinaus die deutschen, italienischen, französischen, englischen und slowenischen(!) Volksnamen. Anhand der hervorragenden rund 6000 Fotos lassen sich Fundstücke präzise wiedererkennen und zuordnen. Nur wenige Worte und viele Grafiken beschreiben die einzelne Pflanze bis hin zu ihren Bodenvorlieben. Damit ist garantiert, dass dieses Nachschlagewerk sprachübergreifend genutzt werden kann. Vollständige Beschreibungen und Details, u.a. zur Ethnobotanik, Toxizität oder zythologischen Details gibt es, darauf verweisen die Autoren, in den nationalen Pflanzenführern ausführlich. Aufgenommen wurden neben den Wildpflanzen etliche eingeschleppte, die als "Xenophyten" gekennzeichnet erscheinen.
Die drei Bände sind für Kenner und Liebhaber der alpinen Pflanzenwelt gedacht. Das drückt sich im Aufbau - grundlegende botanische Kenntnisse werden vorausgesetzt - aus. Das bei Haupt in der Schweiz erschienene Buch ist einmalig schön und die beste Vor- und Nachbereitung für Exkursionen in die Bergwelt.
Frauen in der Apotheke
Die Idee eine Buch für die Beratung von Frauen in der Apotheke zu schreiben ist eine tolle Idee, die auf viel Resonanz in den Apotheken stoßen wird. Vor allem gibt es zu diesem Thema so gut wie keine weitere schnell verständliche und auch moderne Literatur, was einen solch kompakten Leitfaden wie den vorliegenden unverzichtbar für jede Apotheke macht. Die angeführten Quellen und Produkte sind durchwegs auf dem neuesten Stand der Technik und erlauben dem Leser sich schnell in die Materie einzulesen. Leider muss man sagen, dass die Umsetzung der eigentlich hervorragenden Grundidee nicht in allen Teilen des Buches so gut gelungen ist wie in den theoretischen Kapiteln zur weiblichen Physiologie und den Themen rund um Verhütung und Kinderwunsch. Als brauchbares Apothekenstandardwerk ist mir der Teil des Buches über Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit zu kurz behandelt. Gerade die unterstützende Medikation von hormonellen Störungen mit alternativen Heilmethoden aus der Homöopathie, der Anthroposophie und Pflanzenheilkunde wird ganz ausgelassen. Hier hätte man von vier promovierten Apothekerinnen etwas mehr erwarten dürfen. Ebenfalls unhandlich fällt die starke Textlastigkeit in großen Teilen des Buches auf, die vor allem in den Bereichen Arzneimittel und Therapie während der Schwangerschaft und Stillzeit den Reiz des Buches als HV-Referenz schmälert. Durch übersichtliche Tabellen mit einem schnellen Referenzsystem hätte hier ein Meilenstein in diesem bisher spärlich beachteten Apothekenfeld gesetzt werden können. Das ist leider nur zum Teil gelungen.
Gesetzeskunde für Apotheker
Neben dem Hügel und der Pharmazeutischen Gesetzeskunde von Neukirchen bietet auch der Band von Schiedermair, Rudolf / Pohl, Hans-Uwe Unterstützung im Gesetzesdschungel. Im Februar 2007 erschien die 16. neu bearbeitete Auflage. Das Werk besteht aus zwei Büchern - einem Anlageband, in dem man die aktuellen Textsammlungen ApoG, ApBetrO, AMG, MPVerschV, VerschV, BtMG, BtMVV und das ChemVerbotsV separat nachlesen kann, was das studieren der Gesetze sehr vereinfacht. Das eigentliche Lehrbuch bringt dem Leser, neben allgemeinen Begriffserklärungen und nützlichen Rahmeninformationen, über sechs Kapiteln das gesamte rechtliche pharmazeutische Fachwissen Stück für Stück näher. Jedes Kapitel, und damit alle behandelten Themengebiete, werden durch einprägsame Merksätze, Examensfragen und Anmerkungen ergänzt und machen es leichter sich in der Fülle von Informationen zurechtzufinden. Auch wird so eine Möglichkeit geschaffen schnelle Lernerfolge zu erzielen, sein Wissen zu prüfen und sich ganz gezielt auf das 3. Staatsexamen vorzubereiten. Zahlreiche einprägsame Abbildungen lockern das Geschriebene auf und helfen das Erlernte zu festigen. Obwohl es in jüngster Zeit zahlreiche einschneidende Neuerungen im Bereich des pharmazeutischen Rechtes gegeben hat ist der Schiedermair/Pohl, im Gegensatz zu den meisten anderen Lehrbüchern, auf aktuellem Stand. Für dieses Buch sind 38,00 Euro wegen seiner Aktualität und guten Didaktik auf jeden Fall gerechtfertigt. Also ein gutes Buch für das 3. Staatsexamen und danach.
Giftberatung - Pflanzen
Der Ratgeber gehört unbedingt griffbereit in die Apotheke! Knapp achtzig Pflanzen aus Wald, Wiese, Parkanlage und vom Fensterbrett daheim stellen Weilemann & Co. vor. Die Auswahl basiert auf den Auswertungen der Giftnotzentralen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Alles an diesem Bändchen dient der schnellen Reaktion: Die Pflanzen sind nach ihrem deutschen, gebräuchlichen Namen alphabetisch geordnet. Die großen Abbildungen sorgen dafür, die betreffenden Pflanzen wiederzuerkennen. Dort erscheinen auch botanische Angaben sowie die Einschätzung der Gefährlichkeit und zusätzliche Hinweise. Auf der gegenüber liegenden Seite finden sich alle Informationen, um mögliche Vergiftungen zügig abzufragen: wodurch, wann, welche Symptome mit ins Auge springender Grafik, Fallbeispiel und Altersangabe besonders Gefährdeter. In einem Kasten stehen die Therapieempfehlungen. Sie sind ebenso leicht erfassbar und knapp wie alle anderen Informationen. Im Notfall müssen Pharmazeuten nicht erst lange Textpassagen"durchscrollen", um die entscheidende Hinweise zu finden. Fragen von Eltern, zum Beispiel nach der Gefährlichkeit von bestimmten Zimmerpflanzen, können angehende Apotheker mit Hilfe dieses Büchleins und seinem Register problemlos beantworten. Die wichtigsten Regeln im Umgang mit Vergiftungserscheinungen findet man am Ende des Buches. Hervorragend ist natürlich das Nachschlagewerk von Frohne/Pfänder aus der WVG, jedoch für die schnelle Reaktion nicht bzw. nur für Kenner geeignet.
Giftpflanzen von Frohne/Pfänder
Mit dem Prachtband ist das Apothekenteam für Anfragen zu Pflanzenvergiftungen bestens gerüstet. Im Unterschied zu "Giftberatung Pflanzen" behandelt der "Klassiker" das Thema von der Darstellung der Pflanzenvergiftung allgemein über die Beschreibung verschiedener toxikologisch bedeutsamer Pflanzenstoffe bis hin zur alphabetischen Auflistung der wichtigsten Pflanzen mit Giftwirkungen. Im GOVI-Band erfasst der Nutzer die Informationen auf einen Blick. Frohne und Pfänder stellen umfassend die Pflanze dar, erläutern Vorkommen, Unterarten, toxische Inhaltstoffe, Vergiftungserscheinungen, Gegenmaßnahmen und bieten eine sehr detaillierte Zusammenstellung aller Erwähnungen in der Literatur bis hin zur Regenbogenpresse, auch für Tiervergiftungen. Rund 400 Abbildungen von Pflanze, Pflanzenteilen, mikroskopische Aufnahmen und Formeldarstellungen tragen zur gründlichen Information bei. Hilfreich bei der Identifizierung sind die Übersichten am Ende des Bandes zu Beeren und den typischen Blattmerkmalen. Schwerpunkt der ausgezeichneten Darstellungen - die sich zwar nicht so schnell im Beratungsgespräch abrufen lassen, aber der soliden Vor- und Nachbereitung dienen - ist die Pflanzenwelt Mitteleuropas, Zimmerpflanzen finden kaum Berücksichtigung. Zwar bietet das Internet inzwischen auch viele Informationen und Fallgeschichten zu Vergiftungen. Eine derart fundierte Darstellung zu Giftpflanzen ist dort aber nicht zu finden.
Glucocorticoide
Das Werk gehört zur bewährten Reihe der Medizinisch-pharmakologischen Kompendien. Sein 1. Teil ist für Studierende und Pharmaziepraktikanten lesenswert und sollte vom Prinzip her "gewusst" werden. Dem, der in die Klinische Pharmazie einsteigt, ist Teil 2 zu empfehlen, der sich hervorragend als Nachschlagewerk nutzen lässt. Teil 1 vermittelt in übersichtlicher Form mit Abbildungen, Tabellen etc. die immunologischen Grundlagen und Wirkungsmechanismen der Glucocorticoide. Sehr interessant sind die Ausführungen über die Nebennierenrinde, Hormone, Regulation und Diagnostik. Als Apotheker muss man unerwünschte Nebenwirkungen der Glucocorticoide erkennen können und in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt dem Patienten helfen. Für die Compliance der Patienten ist es wichtig, daß ausreichende Kenntnisse der "Allgemeinen Richtlinien zur Anwendung von Glucocorticoiden" (Kapitel 5) vorhanden sind. Ausgezeichnet sind z.B. die Ausführungen zum Skelettsystem (Osteoporose), informativ abgehandelt die obstruktiven Lungenkrankheiten (Asthma bronchiale). Gerade hier ist das umgangreiche Hintergrundwissen des Pharmazeuten bei der Betreuung gefragt. Als Nachschlagewerk und in ausbildenden Apotheken sollte dieser Band nicht fehlen. Mit seiner Hilfe können auch junge Pharmazeuten dazu beitragen, mit Vorbehalten gegen Glucocorticoide aufzuräumen und irrationale Ängste der Patienten zu verringern oder gar zu beseitigen.
Grüne Apotheke
"Grüne Apotheke" von Dr. Jörg Grünwald/Christof Jänicke, ist in 4 Kapitel aufgeteilt. Das gestaltet das Nachschlagen einfach. Im 1. Teil werden geschichtliche Aspekte der Pflanzenheilkunde und der Weg von der ursprünglichen Pflanze zu einem Fertigarzneimittel erläutert. Außerdem werden sämtliche alternative Heilmethoden kurz vorgestellt. Interessant: das Arzneimittelrecht im Bereich der Phytotherapie, unter Berücksichtigung der Wissenschaft und Forschung. Das nächste Kapitel wurde nach Krankheitsbildern gegliedert. Die jeweiligen Beschwerden werden erläutert und Vorschläge gegeben, mit welchen Heilpflanzen man jeweils behandeln oder unterstützend behandeln könnte, oftmals auch mit Vorschlägen für geeignete Teemischungen. Im 3. Kapitel werden die einzelnen Pflanzen ausführlich und ausgesprochen übersichtlich vorgestellt. Dabei werden jeweils die wissenschaftlich belegten Anwendungen hervorgehoben. Das letzte Kapitel gibt einen recht kurzen Überblick über die praktische Anwendung von Arzneipflanzen: Dampfinhalation, Salbenherstellung, verschiedenste Auflagen und Wickel... Insgesamt ist das Buch durch seine vielen gut gelungenen Fotos und farbigen Unterlegungen sehr ansprechend gemacht. Zahlreiche zusätzliche Tabellen geben auch auf die Schnelle einen guten Einblick. Als Praktikant macht es einfach riesen Spaß, mit diesem Werk zu arbeiten und man kann vieles dazulernen und vertiefen, auch wenn man sagen muss, dass dieses Buch eindeutig für interessierte Laien ausgelegt ist.
Handbuch Naturheilpraxis
Im Gegensatz zum Leitfaden Naturheilkunde, einem Nachschlagewerk von Ärzten vor allem für naturheilkundlich orientierte Ärzte , richtet sich das 2005 erstmals erschienene "Handbuch Naturheilpraxis ausdrücklich an Heilpraktiker. In beiden Büchern steht das Ideal der ganzheitlichen Behandlung im Mittelpunkt. Für angehende und junge Apotheker, die ihren beruflichen Schwerpunkt in diesem Bereich sehen, stellen die Ausführungen von Bierbach/Herzog (Hrg.), Kapitel 1, zu den Grundlagen der Naturheilkunde und Basiskonzepten einen sehr guten Einstieg in das Thema dar. Praktischer Natur sind die Indikationskapitel 2 - 15, in denen Erkrankungen und ihre Therapie auf naturheilkundlicher Basis dargestellt werden. Kurz wird der jeweilige schulmedizinische Ansatz erwähnt, um dann kompakt heilpraktische Behandlungsmethoden zu erörtern. Keiner Therapie wird der Vorzug gegeben, das spricht für die Seriösität des Buches. "Ohne Prosa", wie es Josef Karl treffend im Vorwort ausdrückt, also ohne philosophischen Überbau, beschreiben die vielen mitwirkenden Autoren denkbare Therapien. Auch am Ende bleibt das Buch auf die Erfordernisse des heilpraktischen Alltags mit zahlreichen Übersichten, Abbildungen und Tabellen ausgerichtet. Das umfangreiche Register erleichtert es dem Berufsanfänger, unkompliziert nachzuschlagen, was hinter bestimmten Verordnungen steckt; Erkenntnisse, die er wiederum in das Kundengespräch einfließen lassen kann.
Handbuch Nährstoffe
Das "Handbuch Nährstoffe" ist in der aktuellen Auflage 2002 im Haug Verlag erschienen und stellt ein recht umfassendes Werk zu der Thematik Ernährung dar.

Klar gegliederte Kapitel, die farblich abgesetzt und äußerst ansprechend
gestaltet sind, machen ein Nachschlagen und Nachlesen einfach und reizvoll.
Sehr ausführlich wird eingangs auf Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusätze im einzelnen eingegangen. Weiterhin wird die Bedeutung von bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aufgezeigt, was die Basis für die Betrachtung der Funktion in bestimmten Lebensabschnitten, Lebenssituationen und unter Berücksichtigung sehr vieler Krankheitsbilder darstellt. Das wird im zweiten Teil des Buches behandelt.

Insgesamt ein wirklich tolles, empfehlenswertes Buch, für alle, die sich ein wenig im Bereich Ernährung spezialisieren möchten und auch für die, die nach Grundlagen suchen und diese gerne verständlich erläutert haben möchten.