Gute Aussichten

Forschung, Industrie oder Apotheke? Wer Pharmazie studiert, dem stehen viele Türen offen. Der klassische Arbeitsplatz ist aber nach wie vor die Apotheke. Und das nicht von ungefähr: Die berufliche Situation für Apotheker sind nach wie vor günstig. Mit einer niedrigen Arbeitslosenquote und einem hohen Frauenanteil stehen die Weichen für praktizierende Apotheker auf Erfolgskurs.

Ihr Arbeitsplatz kann dabei die öffentliche Apotheke, die Krankenhausapotheke oder die Bundeswehrapotheke sein.

Gesundheitsexperte in der öffentlichen Apotheke

In den Händen des Offizin-Apothekers liegt die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln – eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit. Die meisten Handgriffe spielen sich nicht vor den Augen der Patienten ab – wie z.B. die fachgerechte Lagerung der Medikamente oder die Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln im Labor. Bei der Beratung der Patienten sind genaue Auskünfte zu Präparaten, deren Lagerung, Einnahme, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Arzneimittels sehr wichtig. Im Idealfall laufen beim Apotheker die Fäden für alle Verschreibungen verschiedener Ärzte zusammen und können mit seiner fachlichen Unterstützung optimal aufeinander abgestimmt werden. Auch im Gesundheitsmediendschungel sollte sich der Apotheker als Lotse seiner Kunden erweisen und zu den Veröffentlichungen sachkundig Auskunft geben können.

Rudolf Bernard, Krankenhausapotheke Rechts der Isar, München

"Als Leiter der Krankenhausapotheke im Klinikum Rechts der Isar schätze ich die fachliche Unabhängigkeit, die gesetzlich garantiert ist, und die sich daraus ergebende Gestaltungsbreite. Spaß macht mir die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von Apotheke und Verwaltung, den Ärzten sowie den Pflegekräften. Wir sind bei den klinischen Visiten dabei. Alles muss durchaus auch ökonomisch gerechtfertigt werden. Aber wir zielen nicht auf einen möglichst hohen Umsatz oder einen großen Gewinn. Wir möchten verantwortungsvoll mit den uns zur Verfügung gestellten Geldern umgehen und fachlich nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Im Mittelpunkt steht immer die optimale Versorgung des Patienten mit Arzneimitteln."

Jürgen Funke, Neue Apotheke, Wiesbaden

"Für mich besteht dieser Beruf nicht aus chemischer Analytik und Synthese, sondern vor allem aus Kontakten zu Hilfe suchenden Menschen. Die sehr breite naturwissenschaftliche Basis eines Pharmaziestudiums reicht für die kompetente Betreuung dieser Menschen bei weitem nicht aus. Apotheker werden als Naturwissenschaftler ausgebildet, und stehen doch als „Sozialarbeiter in Gesundheitssachen" in der Apotheke.

Wehrpharmazie

Als Sanitätsoffizier der Bundeswehr werden Sie als Apotheker in den Bundeswehrapotheken der Bundeswehrkrankenhäuser und bei den Teilstreitkräften – Heer, Luftwaffe oder Marine – eingesetzt. Dort sind Sie zuständig für alle Belange der Krankenhauspharmazie. Mit einer Zusatzausbildung als Lebensmittelchemiker können Sie außerdem Versorgungsgüter untersuchen. Ihr künftiger Einsatzort kann auch in einem Krisengebiet liegen. Sie können sich sowohl als bereits approbierter Apotheker bewerben als auch ein von der Bundeswehr unterstütztes Studium der Pharmazie aufnehmen. Apothekerinnen und Apotheker, Abiturientinnen und Abiturienten sind gleichermaßen willkommen.

Andreas Gerlach, Vertretungsapotheker, Einhorn Apotheke, Saarbrücken-Güdingen

Als Chefvertretung in öffentlichen Apotheken zu arbeiten ist für Approbierte eine interessante Möglichkeit sowohl ihr pharmazeutisches Wissen zu erweitern als auch verschiedene Computersysteme und Organisationsstrukturen kennen zu lernen. Gerade für diejenigen Kollegen, die eine Selbstständigkeit anstreben, ist eine –vorübergehende- Vertretungstätigkeit die Möglichkeit, sich auf die Herausforderungen als Apothekeninhaber vorzubereiten. Aber auch für Kollegen bietet die Vertretungstätigkeit eine hervorragende Möglichkeit, Einblick in die Vielfalt der Offizinpharmazie zu gewinnen. Spezialisierte Firmen wie z. B. approtime Apothekenvertretungen, bieten hierfür professionelle Konzepte/Rahmenbedingungen/Bedingungen (den professionellen Rahmen/Grundlage).