Pressemitteilung - Planegg, den 22-06-2015

Sanacorp überschreitet erstmals 4-Milliarden-Euro-Schwelle

Erweiterung des Eigenmarkenportfolios und Bau neuer Niederlassung in Schleswig-Holstein / Attraktive Dividendenausschüttung

Planegg/München, 22.06.2015 – Nach einem schwierigen Jahr 2013 zog die Sanacorp für das vergangene Geschäftsjahr auf der Vertreterversammlung in München ein positiveres Fazit. Die Apothekergenossenschaft konnte erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte die 4-Milliarden-Euro-Schwelle überschreiten und einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,6 Prozent, der Gesamtmarkt lag im Vergleich dazu bei einem Plus von 5,0 Prozent.

Unter dem Strich stieg der Ertrag von 2,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,9 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dennoch sprach Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Lang von einem Ergebnis, das "akzeptabel, aber in der Höhe noch nicht wieder zufriedenstellend" sei. Denn um langfristig in die Qualität der Leistungen investieren zu können, sei eine Umsatzrendite von mindestens 0,8 Prozent nötig, die 2014 nur etwa zur Hälfte erreicht wurde. Mit Projekten wie der Erweiterung des Eigenmarkenportfolios und dem Bau der neuen Niederlassung am Standort Bad Segeberg wolle man unter anderem dafür sorgen, dem Ergebnisziel in diesem Jahr näherzukommen.

Erfreulich sei, dass erneut das im Vorjahr beschlossene Volumen an Dividende ausgeschüttet werden könne, so Lang. Die Basisdividende auf Geschäftsanteile beträgt 3,1 Prozent Prozent. Mitglieder, die mehr als 400.000 Euro Jahresumsatz bei der Sanacorp tätigen, erhalten eine Zusatzdividende in Höhe von 11,5 Prozent. Damit profitieren aktive Mitglieder von einer Gesamtrendite von rund 14,6 Prozent. "Das ist der reale, materielle Vorteil der Genossenschaft, in der die Kunden auch die Eigentümer des Unternehmens sind", sagte Lang.

Der Vorstandsvorsitzende machte in seinem Bericht deutlich, dass insbesondere zwei gesetzliche bzw. regulatorische Neuerungen die Kosten wesentlich beeinflusst haben. Die Umsetzung der von Brüssel geforderten GDP-Guidelines führte zu einem höheren Aufwand bei Lagerung und Transport. "Ob diese Vorschriften sinnvoll und gerecht sind oder nicht, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass sie zu signifikanten Mehrkosten beim Transport – Stichwort Temperaturführung – führen und in den Niederlassungen kostenintensive Baumaßnahmen erforderlich machen."

Zudem habe die Einführung des Mindestlohngesetzes dazu geführt, dass die Versandkosten um mehr als zehn Prozent angestiegen sind. "Um unseren Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, ist die Reduzierung von Touren und Stoppstellen derzeit aber kein Thema für uns", so Lang. Auch der signifikante Anstieg hochpreisiger Arzneimittel und die damit einhergehenden Risiken für den pharmazeutischen Großhandel wurden ausführlich diskutiert.

Erleichtert zeigte sich der Vorstandsvorsitzende hinsichtlich der Entwicklung des "irrationalen Rabattwettbewerbs" in der vergangenen Zeit, der bei allen Großhandlungen deutliche Spuren hinterlassen hat. "Gegen Mitte des Jahres kehrte die Vernunft langsam wieder zurück. Mit Blick auf die Versorgungsqualität und die langfristige Investitionsfähigkeit des Pharma-Großhandels war dies zwingend nötig." Sorge bereite hingegen das rasante Wachstum hochpreisiger Arzneimittel, das sich in diesem Jahr ungebremst fortsetze. "Das Führen von hochpreisigen Arzneimitteln im vollsortierten Großhandel muss heute eher als Serviceleistung für unsere Mitglieder verstanden werden, denn als ein kaufmännisch betrachtet rentables Geschäft."

Lang nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Vertretern für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren zu bedanken: "Sie haben die Entwicklung der Sanacorp ganz wesentlich beeinflusst und die Gleise für eine weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt." Mit den aktuell laufenden Neuwahlen der Vertreter wird sich die künftige Zusammensetzung des Quorums verändern. Wie die Vertreterversammlung bereits 2012 beschlossen hat, wird künftig ein Apotheker für je 50 Mitglieder anstatt bisher für je 30 Mitglieder sprechen. Damit wird die Rolle der Vertreter deutlich aufgewertet.

Die Sanacorp steht mit ihren Gesellschaften für einen im operativen Geschäft erzielten Jahresumsatz von 4,1 Mrd. Euro in 2014 und ist eines der größten apothekerbestimmten Pharma-Großhandelsunternehmen in Deutschland. Mit rund 3.000 Mitarbeitern in 16 Niederlassungen sorgt das Apothekerunternehmen dafür, dass ca. 8.000 Apotheken im gesamten Bundesgebiet rund um die Uhr sicher und zuverlässig mit Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten beliefert werden. An der Spitze der Unternehmensgruppe steht die Sanacorp eG Pharmazeutische Großhandlung und damit alle Mitglieder der Apothekergenossenschaft. Das Unternehmen setzt sich nachdrücklich für die Stärkung der inhabergeführten Individualapotheke in Deutschland ein.

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Sanacorp eG Pharmazeutische Großhandlung
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